Engine Alliance überprüft Motoren in A380-Fliegern

Es gibt neue Erkenntnisse zum Triebwerkschaden einer Maschine der Air France vor zwei Jahren über Grönland.

Ein Airbus A380 zeigt während der Flugshow in Le Bourget seine Künste. (Reuters/Pascal Rossignol/23. Juni 2017)

Ein Airbus A380 zeigt während der Flugshow in Le Bourget seine Künste. (Reuters/Pascal Rossignol/23. Juni 2017)

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Der Triebwerk-Hersteller Engine Alliance hat eine Überprüfung aller in Flugzeugen vom Typ A380 verbauten Motoren angekündigt. Das teilte die französische Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA) am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Die Behörde begründete den Schritt mit neuen Erkenntnissen nach dem schweren Triebwerkschaden eines Airbus A380 über Grönland im September 2017.

Anfang Juli war den Angaben zufolge ein Teil des abgebrochenen Triebwerks unter einer Schnee- und Eisdecke in Grönland aufgefunden worden. Die Untersuchung der Trümmer habe ergeben, an welcher Stelle das Triebwerk zerbrochen war.

Von der angekündigten Überprüfung sind alle Fluggesellschaften betroffen, in deren A380-Flugzeugen Motoren des Herstellers Engine Alliance vom Typ GP7200 verbaut sind. Es handelt sich um die Fluggesellschaften Emirates, Air France, Etihad Airways, Korean Air und Qatar Airways. Die Kontrollen sollen unter Aufsicht der BEA erfolgen. Die Maschinen sollen deshalb nicht dauerhaft am Boden bleiben müssen.

Der Airbus A380 mit 520 Menschen an Bord war damals in Kanada notgelandet. Die Maschine der Fluggesellschaft Air France war unterwegs von Paris nach Los Angeles. (fal/afp)

Erstellt: 21.08.2019, 22:02 Uhr

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