Epstein verletzt in Zelle gefunden

Gefängniswärter haben den Milliardär Jeffrey Epstein mit Wunden am Hals entdeckt. Ein Suizidversuch wird nicht ausgeschlossen.

Antrag auf Freilassung auf Kaution wurde abgelehnt: Skizze von Jeffrey Epstein bei seiner Anhörung am 18. Juli in New York. Foto: Jane Rosenberg/Reuters

Antrag auf Freilassung auf Kaution wurde abgelehnt: Skizze von Jeffrey Epstein bei seiner Anhörung am 18. Juli in New York. Foto: Jane Rosenberg/Reuters

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Der des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen beschuldigte US-Milliardär Jeffrey Epstein ist in seiner Gefängniszelle in New York verletzt vorgefunden worden. Das berichteten US-Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise am Mittwochabend.

Demnach entdeckten Wächter Epstein fast bewusstlos mit Blutergüssen am Nacken. Die Verletzungen seien aber nicht gravierend. Die Ermittler halten einen Suizidversuch für möglich. Sie untersuchten aber auch, ob Epstein Opfer eines Angriffs wurde, wie unter anderem der Fernsehsender NBC New York und die «New York Post» berichteten.

Vergangene Woche hatte der zuständige Richter Epsteins Antrag auf Freilassung auf Kaution abgelehnt. Nach seiner Auffassung besteht bei dem 66-jährigen Milliardär Fluchtgefahr. Für den 31. Juli war eine weitere Anhörung vorgesehen.

Epstein werden von der Staatsanwaltschaft Sexhandel und Verschwörung zum Sexhandel vorgeworfen. Zwischen 2002 und 2005 soll er Dutzende von teils minderjährigen Mädchen in seinen Häusern in New York und Florida sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu 45 Jahre Haft.

Ein Sextäter mit besten Kontakten Der US-Financier soll Dutzende Mädchen missbraucht haben. Dass er bisher ungestraft blieb, liegt auch an Verbindungen, die bis ins Weisse Haus reichen.

Erstellt: 25.07.2019, 10:28 Uhr

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Haben Sie Suizidgedankenoder kennen Sie jemanden, der Unterstützung benötigt? Kontaktieren Sie bitte die Dargebotene Hand, Telefon 143. E-Mail- und Chat-Kontakte finden Sie auf www.143.ch. Das Angebot ist vertraulich und kostenlos. Für Kinder und Jugendliche ist Telefon 147 da, auch per SMS, Chat, E-Mail, www.147.ch. Weitere Informationen finden Sie auf www.reden-kann-retten.ch. Adressen für Menschen, die jemanden durch Suizid verloren haben, gibt es auf www.trauernetz.ch. (sda)

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