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«Er wollte wissen, wie ich es mag»

Die kürzlich aus italienischer Haft entlassene Amanda Knox wirft einem Gefängnismitarbeiter sexuelle Belästigung vor. Ein hochrangiger Bediensteter habe sie über ihre sexuellen Vorlieben ausgefragt.

Wieder zurück in Seattle: Amanda Knox wird an einer Pressekonferenz von ihren Emotionen überwältigt.
Wieder zurück in Seattle: Amanda Knox wird an einer Pressekonferenz von ihren Emotionen überwältigt.
Reuters
Kurz nach der Ankunft die erste Pressekonferenz: Dutzende Journalisten wollen ein Stück Amanda Knox. (4. Oktober 2011)
Kurz nach der Ankunft die erste Pressekonferenz: Dutzende Journalisten wollen ein Stück Amanda Knox. (4. Oktober 2011)
Keystone
Geben sich nicht geschlagen: Meredith Kerchers Mutter, der Bruder und die Schwester gaben diesen Morgen eine Pressekonferenz in Perugia. Sie sind mit dem Urteil nicht zufrieden.  (4.10.2011)
Geben sich nicht geschlagen: Meredith Kerchers Mutter, der Bruder und die Schwester gaben diesen Morgen eine Pressekonferenz in Perugia. Sie sind mit dem Urteil nicht zufrieden. (4.10.2011)
Reuters
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Die vom Vorwurf des Mordes freigesprochene US-Studentin Amanda Knox wirft einem italienischen Gefängnismitarbeiter sexuelle Belästigung vor. Ein hochrangiger Bediensteter habe sie während ihrer Haftzeit einmal nachts in sein Büro kommen lassen und mit ihr über Sex sprechen wollen, sagte sie dem US-Fernsehsender CBS laut einer Vorabmitteilung von gestern. In dem Gespräch habe er wissen wollen, «mit wem ich es getan habe, wie ich es mag und ob ich es mit ihm tun möchte».

Sie habe in der Situation unbedingt das Thema wechseln wollen, sagte Knox der Mitteilung zufolge. Erst später sei ihr aufgegangen, dass der Gefängnismitarbeiter eher «eine Reaktion oder eine Information von mir haben wollte».

Unter Einfluss von Drogen und Alkohol

Die 24-jährige Knox und ihr italienischer Ex-Freund Raffaele Sollecito waren zu Wochenbeginn aus der Haft entlassen worden, nachdem sie im Berufungsprozess in Perugia von dem Verdacht freigesprochen worden waren, für den gewaltsamen Tod der britischen Austauschstudentin Meredith Kercher im November 2007 verantwortlich zu sein.

Das Gericht erster Instanz hatte es im Jahr 2009 als erwiesen angesehen, dass Knox und Sollecito die Britin unter Einfluss von Drogen und Alkohol getötet hatten, während ein ebenfalls berauschter Bekannter die Arme des Opfers festhielt. Dieser war nach einem Teilgeständnis zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Im Berufungsverfahren äusserten unabhängige Experten jedoch ernsthafte Zweifel an den DNA-Tests, die zur Verurteilung von Knox und Sollecito geführt hatten. Die beiden Angeklagten beteuerten stets ihre Unschuld. Knox ist inzwischen nach Seattle zurückgekehrt.

AFP/wid

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