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Erdogan sitzt bei Jungfernfahrt in Hochgeschwindigkeitszug fest

Missglückte Einweihung der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Istanbul. Der Schnellzug blieb stecken – und mit ihm Regierungschef Erdogan. Bedenken wegen der Sicherheit gab es bereits vor der Eröffnung.

Der türkische Regierungschef Recep Erdogan hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich die erste Hochgeschwindigkeits-Strecke nach Istanbul einzuweihen. (25. Juli 2014)
Der türkische Regierungschef Recep Erdogan hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich die erste Hochgeschwindigkeits-Strecke nach Istanbul einzuweihen. (25. Juli 2014)
AFP
Doch in der Nähe von Izmit gab es ein technisches Problem an einem Oberleitungskabel und der Zug musste halten. (25. Juli 2014)
Doch in der Nähe von Izmit gab es ein technisches Problem an einem Oberleitungskabel und der Zug musste halten. (25. Juli 2014)
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..., die Millionenmetropole Istanbul war bisher jedoch nicht an dieses Netz angeschlossen. (25. Juli 2014)
..., die Millionenmetropole Istanbul war bisher jedoch nicht an dieses Netz angeschlossen. (25. Juli 2014)
AFP
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Panne auf der Jungfernfahrt des ersten Hochgeschwindigkeitszuges nach Istanbul: Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und weitere Ehrengäste sassen eine halbe Stunde lang mitten auf der Strecke fest.

Grund war ein technisches Problem an einem Oberleitungskabel, worauf der Zug in der Nähe von Izmit zum Halten kam. Erst nach einer halben Stunde konnten Ingenieure das Problem beheben – und der Zug weiter Richtung Istanbul fahren.

Sicherheitsbedenken wegen Kollision auf Testfahrt

Erdogan fuhr mit dem Zug in Ankara los, um die prestigeträchtige, aber auch pannengeplagte Strecke einzuweihen. «Wir haben hart gearbeitet», sagte er bei einem Zwischenstopp in der Stadt Eskisehir.

Die Eröffnung der neuen Trasse hatte sich mehrmals verschoben und wurde von Sicherheitsbedenken begleitet. Zugunglücke sind in der Türkei relativ häufig. Bei einer Testfahrt auf der neuen Strecke nach Istanbul kollidierte erst kürzlich ein Zug mit einem Baustellenfahrzeug.

«Trotz aller Versuche, das Projekt zu sabotieren, zu blockieren und zu bremsen, haben wir die Strecke fertiggestellt und eröffnen sie heute», sagte Erdogan. Der reguläre Zugverkehr auf der Trasse soll ab heute rollen.

Ein Herzensprojekt Erdogans

In der Türkei fahren bereits seit längerem Hochgeschwindigkeitszüge zwischen der Hauptstadt Ankara und den südlich gelegenen Städten Eskisehir und Konya. Istanbul war bisher jedoch nicht an dieses Netz angeschlossen. Die Hochgeschwindigkeitstrasse in die Millionenmetropole war eines der erklärten Herzensprojekte von Erdogan.

Die Züge fahren auf der neuen Strecke bis zu 250 km/h schnell. Die Fahrzeit verkürzt sich damit zwischen Ankara und Istanbul von über sechs auf dreieinhalb Stunden.

SDA/rar

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