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Erdrutsch in Sri Lanka verschüttet 120 Häuser

Die vom Monsunregen talwärts gespülten Geröllmassen erfassen 120 Häuser von Arbeitern einer Teeplantage. Mit schwerem Gerät wird bis Anbruch der Dunkelheit nach Überlebenden gesucht.

Bei einem Erdrutsch auf einer Teeplantage in Sri Lanka sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Rund 120 Häuser von Plantagenarbeitern wurden von den vom Monsunregen talwärts gespülten Geröllmassen bis zu 200 Meter mitgerissen, schilderte ein Augenzeuge. Mehr als 250 Menschen wurden vermisst. Die Bergungsarbeiten mit schwerem Gerät wurden am Abend (Ortszeit) bei Anbruch der Dunkelheit unterbrochen.

«Eine Hebamme lebte in einem Haus mit sechs Familienangehörigen, und jetzt werden bis auf ihren Mann alle vermisst», sagte der 28-jährige Ladenbesitzer Marimuttu Navaneethan. «Ihr Haus wurde 200 Meter mitgerissen und stoppte nahe unserem Haus - und ihr Mangobaum ist jetzt auf unserem Dach.»

Heftige Regenfälle

Das Unglück ereignete sich im Bezirk Badulla im Anbaugebiet des berühmten Ceylon-Tees gut 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Colombo. Der Erdrutsch ereignete sich gegen 07.30 Uhr Ortszeit.

Bis zum frühen Nachmittag hatten Helfer zehn Leichen aus dem Schlamm gezogen, wie Lal Sarath Kumara vom Katastrophenschutz erklärte. Auch die Armee schickte Soldaten für den Rettungseinsatz in die Region.

In fast ganz Sri Lanka hatte es in den vergangenen Wochen heftig geregnet, der Katastrophenschutz hatte deshalb schon vor dem Unglück vor Erdrutschen gewarnt.

sda/AFP/AP/rar

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