Zum Hauptinhalt springen

Erdrutsche, Bergstürze und Überschwemmungen

In Lauerz SZ gerät die Erde wieder in Bewegung. Im Wallis droht zudem ein Bergsturz. Im Tessin wird erwartet, dass der Lago Maggiore über die Ufer tritt.

Risse in der Strasse: Blick auf Lauerz.
Risse in der Strasse: Blick auf Lauerz.
Amt für Wald und Naturgefahren
Gebiet um Lauerz: Hier sind keine frischen Anzeichen der Rutschung zu sehen.
Gebiet um Lauerz: Hier sind keine frischen Anzeichen der Rutschung zu sehen.
Amt für Wald und Naturgefahren
Lauerz: Risse auf der Strasse.
Lauerz: Risse auf der Strasse.
Amt für Wald und Naturgefahren
1 / 3

Nach dem nassen Herbst und der grossen Schneeschmelze geriet auch oberhalb von Lauerz SZ ein acht Hektar grosses Wald- und Wiesengebiet verstärkt ins Rutschen. Für Liegenschaften in Lauerz besteht gemäss den Schwyzer Behörden momentan aber keine Gefahr.

Zurzeit werden in der 100 Meter breiten und 800 Meter langen Hangpartie Bewegungen von bis zu einem Zentimeter pro Tag gemessen. Das Gebiet ist seit längerem als Rutschgebiet bekannt, teilte der Kanton Schwyz mit.

Wasserversorgung in Meggen schlug leck

Nach heutigem Kenntnisstand bestehe keine Gefahr für das Siedlungsgebiet. Dies könne sich jedoch ändern, sollten anhaltende Niederschläge zu einer Beschleunigung der Rutschung führen. Die Gemeinde Lauerz und das Amt für Wald und Naturgefahren würden das Gebiet mit Messstellen überwachen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Im April 2013 schlugen wegen der Rutschung Wasserversorgungsleitungen der Gemeinde Meggen LU leck. Zudem sind gemäss Kanton in Strassen und Wiesland Risse sichtbar. Im betroffenen Gebiet befinden sich zwei Masten von Hochspannungsleitungen, ein Wochenendhaus sowie ein landwirtschaftliches Gebäude.

Wallis befürchtet Bergsturz

Auch im Kanton Wallis wird ein Bergsturz befürchtet. Aus einer Felswand bei Riddes VS drohen 300'000 Kubikmeter Fels abzustürzen. Die Situation ist laut den Behörden aber unter Kontrolle. Für die Bevölkerung bestehe kein Risiko.

Experten vom Kantonalen Dienst für Geologie seien vor Ort, sagte der zuständige Walliser Staatsrat Jacques Melly (CVP) im Grossen Rat. Sorgen mache die allfällige Verstopfung eines Baches und eine Überschwemmung als Folge davon. Ein Krisenstab werde eingesetzt.

Lago Maggiore dürfte am Wochenende über die Ufer treten

Die starken Niederschläge der vergangenen Tage haben die Pegel von Seen und Flüssen im Tessin ansteigen lassen. Es wird erwartet, dass der Lago Maggiore am Wochenende über die Ufer tritt. Für die Region Locarno gab das Bundesamt für Umwelt die Gefahrenstufe 3 von 5 aus.

Mit der Überschwemmung von Ufergebieten werde zwischen Samstag und Sonntag gerechnet, teilten die Stadtbehörden von Locarno auf Anfrage mit. Der Pegel des Lago Maggiore lag am Freitagmorgen bei 194,43 Meter über Meer.

Uferwege und Zufahrtsstrassen ins Stadtzentrum von Locarno würden abgesperrt, hiess es vonseiten der Behörden. Einige Anwohner haben Sandsäcke gegen das drohende Hochwasser in Stellung gebracht.

Gefahrenstufe 2

Gemäss den Behörden ist die Wahrscheinlichkeit für Überschwemmungen im Monat Mai grundsätzlich höher als in anderen Monaten. Dass der Lago Maggiore aber gleich zweimal innerhalb weniger Tage über die Ufer trete, sei jedoch selten. Bereits vor rund zwei Wochen waren einige Ufergebiete überschwemmt worden.

Etwas weniger angespannt präsentiert sich die Hochwasserlage am Luganersee. Für die Region Lugano gilt derzeit die Gefahrenstufe 2.

Regen löst Erdrutsche aus

Die starken Niederschläge hatten in der Region Lugano ausserdem mehrere Erdrutsche zur Folge. Die Kantonsstrasse zwischen Agno und Magliaso, die täglich von zahlreichen Grenzgängern benutzt wird, war während mehrerer Stunden gesperrt. Dies hatte erhebliche Verkehrsbehinderungen zur Folge.

Gemäss Meteo Schweiz ist für das Tessin am Pfingstwochenende keine Wetterbesserung in Sicht. Bis Anfang nächster Woche sei mit weiteren Niederschlägen zu rechnen.

SDA/kle

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch