Ertrunkene Böötlerinnen trugen keine Schwimmwesten

Die Berner Auguetbrücke, bei der zwei Frauen in die Tiefe gezogen wurden, ist als Gefahrenstelle gekennzeichnet. Es kommt immer wieder zu Unfällen.

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Zwei Frauen waren am Sonntag in einer Gruppe mit mehrere Gummibooten auf der Aare zwischen Thun und Bern unterwegs. Bei der Auguetbrücke zwischen Belp und Muri prallten sie um etwa 14.30 Uhr in einen Brückenpfeiler. «Sie sassen im letzten Boot der Gruppe», sagt Alice Späh, Sprecherin der Kantonspolizei Bern.

Lange unter Wasser

Bei der Kollision wurden die Frauen aus dem Boot geworfen und für längere Zeit unter Wasser gezogen. Von Kollegen und Passanten konnten sie befreit und an die Oberfläche gezogen werden. Am Ufer wurden sie von Passanten reanimiert, ehe sie von zwei Ambulanzteams ins Spital gefahren wurden. Dort starben sie an den Folgen des Unfalls. Bei den Verunglückten handelt es sich um eine 29-jährige Schweizerin aus dem Kanton Wallis und eine 34-jährige Spanierin aus dem Kanton Waadt.

«Sie trugen keine Schwimmwesten», hält Späh fest. Die Boote der Gruppe waren nicht zusammengebunden. Warum es zum Unfall kam, sei aber noch nicht bekannt.

Meistens glimpflich

«Bei der Auguetbrücke kommt es immer wieder zu Unfällen, die aber meistens glimpflich ausgehen», sagt Bernhard Fleuti, Präsident der Sektion Bern der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG). Wochenende für Wochenende gingen dort Boote verloren. «Die Brücke ist deshalb auf unserer Aarekarte für Böötler als Gefahrenstelle ausgewiesen.» Pfeiler seien generell gefährlich, sagt Fleuti. Bei der Auguetbrücke komme hinzu, dass die Aare eng und schnell sei. Wenn man die Durchfahrt nicht aktiv angehe, könne es rasch vorkommen, dass man an einen Pfeiler pralle.

In den letzten Jahren sei auf der Aare jedoch nie zu tödlichen Unfällen von Gummiböötlern gekommen, sagt Polizeisprecherin Späh. Von der See- und der Sanitätspolizei werde die Auguetbrücke nicht als gefährlicher eingestuft als andere Brücken.

Erstellt: 11.08.2015, 07:28 Uhr

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