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EU will die Piloten schärfer kontrollieren

Brüssel zieht Konsequenzen aus der Germanwings-Tragödie im März 2015. So sollen Piloten strenger untersucht werden.

Ein Unglück dürfte Folgen haben: Piloten werden zukünftig härter geprüft. (Archiv)
Ein Unglück dürfte Folgen haben: Piloten werden zukünftig härter geprüft. (Archiv)
Keystone

Als Folge des Absturzes mit dem Flugzeug der Germanwings vor rund anderthalb Jahren sollen Piloten im EU-Raum künftig medizinisch einer härteren Prüfung unterzogen werden. Geplant sei, die Grunduntersuchung durch Flugmediziner zum Start der Pilotenkarriere und die folgenden Kontrollen zu verschärfen, indem Drogen- und Alkoholtests durchgeführt werden, teilte die EU-Luftsicherheitsbehörde Easa am Dienstag mit.

Zudem solle es bei psychischen Erkrankungen verbesserte Nachfolgeuntersuchungen geben. Die Vorschläge der Easa haben weitreichende Folgen, da die EU-Kommission auf ihrer Basis bis Ende des Jahres verschärfte Vorschriften zu flugmedizinischen Untersuchungen erlassen wird.

Grosse Diskussionen über Sicherheitsvorkehrungen

Hintergrund der neuen Regeln ist der Absturz eines Flugzeuges der damaligen Lufthansa -Tochter Germanwings am 24. März 2015. Alle 150 Menschen an Bord starben. Die Maschine war von dem schwer depressiven Co-Piloten Andreas Lubitz in den französischen Alpen absichtlich in eine Bergwand gesteuert worden.

Das Unglück löste eine Debatte über Sicherheitsvorkehrungen, medizinische Piloten-Tests sowie die ärztliche Schweigepflicht bei seelischen Erkrankungen aus. Deutschland hat die Kontrolle von Piloten bereits verschärft. Im April verabschiedete der Bundestag ein entsprechendes neues Gesetz.

SDA/fal

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