Fährunfall in Gran Canaria – Öl breitet sich aus

Eine Fähre ist vor Gran Canaria gegen einen Seedamm gefahren. Spezialteams kämpfen gegen das sich ausbreitende Öl.

Heftiger Zusammenstoss: Die Fähre rast fast ungebremst in die meterdicke Mauer. Video: Tamedia/EmergCAN

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Nach einem Fährunfall hat sich vor der spanischen Ferieninsel Gran Canaria ein Ölteppich gebildet. Beim Auslaufen aus dem Hafen der Inselhauptstadt Las Palmas war das Schiff mit Ziel Teneriffa am Freitag gegen 20.30 Uhr Ortszeit mit rund 140 Passagieren an Bord gegen eine Mole gefahren.

Wie der regionale Notdienst am Samstag mitteilte, wurden dabei Hafen-Tankleitungen beschädigt, aus denen 60'000 Liter Treibstoff ins Meer ausliefen. Spezialteams arbeiteten am Samstag den Behörden zufolge daran, den etwa drei Kilometer langen und 400 Meter breiten Ölteppich einzudämmen. Der Regierungschef der Kanaren, Fernando Clavijo, twitterte, laut Experten bestehe keine nennenswerte Gefahr für die Umwelt. Die Betreibergesellschaft Naviera Armas teilte mit, die Kollision habe sich aufgrund eines technischen Defekts ereignet.

Etwa zehn Passagiere seien wegen leichter Verletzungen oder Angstzuständen in Las Palmas behandelt worden. Die meisten Passagiere seien noch in der Nacht zum Zielort Teneriffa gebracht worden. (kat/sda)

Erstellt: 23.04.2017, 15:07 Uhr

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