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Falscher Tschäppät ruft zum Botellon auf

Genf duldet das Massenbesäufnis, Lausanne verbietet es und in Bern hat sich einer einen Scherz mit Stadtpräsident Tschäppät erlaubt.

Leicht genervt gab Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät Auskunft: «Jeder normale Mensch merkt, dass sich da jemand einen schlechten Scherz auf meine Kosten erlaubt hat», sagte er gestern, nachdem auf der Internetplattform Facebook in Tschäppäts Namen zum Massenbesäufnis auf dem Bundesplatz aufgerufen wurde.

Unter dem Eintrag «Botellón in Bern City» lädt ein Facebook-Mitglied zum öffentlichen Trinkgelage in Bern ein. Unterzeichnet ist der Eintrag mit Alexander Tschäppäts Name. Am Dienstag hatte Tschäppät gesagt, dass der Gemeinderat den angekündigten Anlass auf keinen Fall tolerieren werde. Massenbesäufnisse seien nicht nur gesundheits- , sondern auch imageschädigend. Zudem habe der Bundesplatz «eine grosse Symbolik». Der Platz werde also «sicher nicht für einen solchen Anlass zur Verfügung gestellt». Verbieten lasse sich die Veranstaltung über das Demonstrationsreglement. Zur Not könne sogar die Polizeiliche Generalklausel bemüht werden, wonach die Polizei auch ohne besondere gesetzliche Grundlage Massnahmen ergreifen kann, um Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung abzuwehren.

Unterdessen hat der Genfer Stadtrat entschieden, das für Freitag im Parc des Bastions geplante Massentrinken zu gestatten. Die Organisatoren hätten sich bereit erklärt, Massnahmen gegen Ausschweifungen zu ergreifen. Die Stadtregierung habe im Bewusstsein entschieden, dass ein Verbot nichts gebracht hätte, weil der sogenannte Botellón ohne weiteres an einen anderen Ort verschoben werden könne.

Eine repressive Politik betreibt dagegen die Stadt Lausanne. Sie hat gestern Vormittag ein für den Samstag angekündigtes Massenbesäufnis im Park Montbenon verboten.

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