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Schwarzer Junge erschossen – Familie erhält 6 Millionen Dollar

Der 12-jährige Tamir Rice wurde von einem Polizisten erschossen. Die Stadt Cleveland befreit sich mit Schmerzensgeld von den Anschuldigungen.

Grosser Verlust: Samaria Rice, die Mutter des 2014 erschossenen Tamir Rice, klagt gegen die Stadt Cleveland. (3.März 2015)
Grosser Verlust: Samaria Rice, die Mutter des 2014 erschossenen Tamir Rice, klagt gegen die Stadt Cleveland. (3.März 2015)
Tony Dejak/AP Photo
Der Fall löste eine grosse Protestwelle bei den Bürgern von Cleveland aus.
Der Fall löste eine grosse Protestwelle bei den Bürgern von Cleveland aus.
Tony Dejak/AP Photo
Das Spielen mit einer unechten Waffe hatte den 12-jährigen Tamir Rice das Leben gekostet.
Das Spielen mit einer unechten Waffe hatte den 12-jährigen Tamir Rice das Leben gekostet.
Richardson & Kucharski co. LPA, AFP
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Nach den tödlichen Schüssen eines US-Polizisten auf einen schwarzen Jungen in Cleveland zahlt die Stadt den Angehörigen sechs Millionen Dollar. Die Familie von Tamir Rice und die Stadt im US-Bundesstaat Ohio erzielten einen Vergleich.

Dies geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Damit werden alle Anschuldigungen gegen die Stadt fallen gelassen. Die Anwälte der Familie erklärten zugleich: «Kein Geld der Welt kann den Verlust adäquat ausgleichen. Nichts will Tamir zurückbringen.»

Spielzeugwaffe wurde zum Verhängnis

Rice hatte im November 2014 in einem Park mit einer Druckluftpistole hantiert. Ein Passant sah das und alarmierte die Polizei, wies aber darauf hin, dass es sich möglicherweise nicht um eine echte Waffe handle. Diese Information gab die Notrufzentrale aber wohl nicht an die Polizisten weiter.

Wenige Sekunden nach dem Eintreffen eines Streifenwagens vor Ort schoss einer der Polizisten auf Rice. Der Junge starb später im Spital. Eine Jury entschied im vergangenen Dezember, dass der Polizist deswegen nicht vor Gericht muss.

Die Familie des Jungen warf der Stadt Cleveland vor, in dem Fall nachlässig gehandelt zu haben. Sie habe etwa keine faire und gründliche Ermittlung eingeleitet.

Die tödlichen Schüsse auf Rice waren einer von vielen Vorfällen, bei denen weisse Polizisten unbewaffnete Schwarze erschossen. Landesweit gab es deswegen immer wieder Proteste.

SDA/kat

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