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Feuerinferno in Bangladesh

Ein Grossbrand in einem Wohngebiet der Hauptstadt Dhaka hat über hundert Todesopfer gefordert.

Ein Feuermeer: Feurwehrleute veruschen den Brand zu löschen.
Ein Feuermeer: Feurwehrleute veruschen den Brand zu löschen.
Keystone

Bei einer Feuersbrunst in einem Wohngebiet der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka sind am Donnerstag 108 Menschen ums Leben gekommen. «Die Zahl der Opfer könnte noch ansteigen, weil viele Verletzte in kritischem Zustand sind», sagte ein Behördensprecher.

Am Freitag in den Morgenstunden sei das Feuer schliesslich gelöscht und die Bergungsarbeiten eingestellt worden, sagte Feuerwehrchef Abu Nayeem der Nachrichtenagentur AFP.

Hunderte Menschen waren stundenlang in den brennenden Wohnhäusern eingeschlossen, während die Feuerwehr sich verzweifelt bemühte, durch die engen Treppenhäuser der veralteten Bauten zu den Eingeschlossenen vorzudringen.

Kurzschluss

Auslöser des Brandes war laut Feuerwehrchef Nayeem ein Kurzschluss. Da in den Gebäuden zahlreiche Geschäfte mit Chemikalien und leicht brennbarem Material waren, breiteten die Flammen sich in rasanter Geschwindigkeit aus.

Die Hochzeitsgesellschaft auf dem Dach hatte in einem der Treppenhäuser eine Küche eingerichtet, um das Festessen zuzubereiten. Die Feuerstellen hätten das Inferno noch angefacht, sagte der Feuerwehrchef.

Da die Treppenhäuser brannten, waren die Hochzeitsgäste blockiert und konnten sich nicht in Sicherheit bringen. Allein aus diesem Gebäude seien 41 Tote geborgen worden, sagte Nayeem.

«Wir mussten kämpfen, um in die schmalen Treppenhäuser dieser sehr alten Häuser zu gelangen, es ist praktisch unmöglich Brandbekämpfungsausrüstung dorthin zu bringen», klagte Nayeem.

Bergungsarbeiten eingestellt

Nach der Bergung von 108 Toten und mit mehr als hundert Verletzten wurden die Bergungsarbeiten eingestellt. Die Feuerwehr habe «jeden Zentimeter der betroffenen Gebäude abgesucht», versicherte der Feuerwehrchef.

«Es ist eine riesige Katastrophe», sagte Gesundheitsminister A. H.M. Ruhal Haque. Alle Ärzte der Universität seien aufgerufen worden, an den Unglücksort zu kommen und die Brandopfer zu behandeln. Das grösste Spital der Stadt sei völlig überfordert, sagte ein Arzt. «Wir behandeln die Patienten auf den Fluren, und es kommen immer mehr», klagte der Mediziner.

SDA/jak

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