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Fidel Castro und die rätselhafte Banknote

Auf der kolumbianischen 1000-Peso-Note ist offensichtlich inmitten einer Menschenmenge der kubanische Revolutionär abgebildet. Historisch wäre das sogar plausibel – doch in Kolumbien spricht man von einem Skandal.

Er hat vieles überlebt: Anschläge, Krankheiten und kubanische Zigarren mit Sprengsätzen der CIA. (19. April 1961).
Er hat vieles überlebt: Anschläge, Krankheiten und kubanische Zigarren mit Sprengsätzen der CIA. (19. April 1961).
Charles Tasnadi, Keystone
Der Máximo Líder vor zwei Jahren: Fidel Castro auf einem von der kubanischen Regierung veröffentlichten Bild. Damals zählte er 86 Lebensjahre. 49 davon war er in Kuba an der Macht gewesen (1. März 2012).
Der Máximo Líder vor zwei Jahren: Fidel Castro auf einem von der kubanischen Regierung veröffentlichten Bild. Damals zählte er 86 Lebensjahre. 49 davon war er in Kuba an der Macht gewesen (1. März 2012).
Keystone
Castro mit Lollipop: Aufnahme, die der spanische Jesuitenpater José Maria Patac 1940 vom Schuljungen Fidel und seinen Freunden gemacht hat.
Castro mit Lollipop: Aufnahme, die der spanische Jesuitenpater José Maria Patac 1940 vom Schuljungen Fidel und seinen Freunden gemacht hat.
Keystone
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Seit dem 17. November 2006 ist in Kolumbien die 1000-Peso-Note im Umlauf, doch erst jetzt hat man bemerkt, welch subversives Potenzial sie birgt – trotz ihres geringen Wertes von umgerechnet 50 Rappen. Auf dem Geldschein sieht man im Vordergrund den kolumbianischen Helden Jorge Eliécer Gaitán, der in den 1940er-Jahren die Hoffnung auf ein besseres Kolumbien verkörperte und am 9. April 1948 in Bogotá erschossen wurde. Er hält in triumphierender Geste den Arm hoch. Hinter ihm ist eine Menschenmenge abgebildet und inmitten dieser Menschenmenge, gleich rechts neben der Unterschrift von Gaitán – die ist auf der Note nämlich auch drauf –, der Kopf eines Mannes mit feinem Schnäuzchen.

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