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Flammenmeer treibt Tausende in die Flucht

In Südkalifornien versuchen mehr als 2000 Feuerwehrleute, die gewaltigen Waldbrände zu löschen.

Flammenmeer im Süden Kaliforniens: Ein Helikopter bei dem schwierigen Löscharbeiten.
Flammenmeer im Süden Kaliforniens: Ein Helikopter bei dem schwierigen Löscharbeiten.
Keystone

Tausende Kalifornier sind vor drei Waldbränden geflohen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger rief für die Bezirke Los Angeles und Ventura den Notstand aus. Die Flammen kosteten bisher zwei Menschen das Leben. Mehr als 2000 Feuerwehrleute kämpften mit Unterstützung von Löschflugzeugen gegen die Brände am nordöstlichen und westlichen Ende des San-Fernando-Tals sowie in der Umgebung eines Marinestützpunkts in San Diego.

Ein in der Umgebung der bewachten Villensiedlung Porter Ranch tobendes Feuer verdoppelte seine Grösse über Nacht von 2000 auf fast 4000 Hektar, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Flammen am westlichen Ende des San-Fernando-Tals wurden vom gefürchteten Santa-Ana-Wind angefacht, der in Böen Geschwindigkeiten bis zu 110 Kilometer in der Stunde erreichte. Nur wenige Kilometer weiter hingegen liess der Wind nach, und die Einsatzkräfte konnten einen Waldbrand zu fast 70 Prozent eindämmen.

«Der Wind diktiert, was wir tun»

Viele Einwohner von Porter Ranch wollten ihre mehrere Millionen Dollar teuren Häuser nicht räumen und warteten bis zur letzten Sekunde, um sich in Sicherheit zu bringen. Feuerwehrleute gingen von Haus zu Haus und forderten die Bewohner eindringlich auf, das Gebiet zu verlassen. Das Flammenmeer liess glühende Asche auf die Siedlung regnen. Dichter Rauch lag über der Region.

Insgesamt verbrannten 39 Quadratkilometer Land. Sogar Polizei und Feuerwehr mussten einen Kommandoposten eilig räumen, als der Wind überraschend seine Richtung änderte. «Das Feuer war schon fast über uns», sagte Polizeisprecherin Mary Grady. Die Einsatzkräfte bekamen die Flammen nicht unter Kontrolle. «Wir könnten hier eine Armee haben, und sie hätte das Feuer nicht stoppen können», erklärte Feuerwehrchef Mario Rudea. «Der Wind regiert, er diktiert, was wir tun.»

Rund 20 Häuser zerstört

Am nordöstlichen Ende des San-Fernando-Tals standen mehr als 2000 Hektar Wald in Flammen. Rund 20 Häuser und Dutzende Wohncontainer wurden zerstört. In der Umgebung des Marinestützpunktes Camp Pendleton brannten mehr als 1200 Hektar Land. Gut 1400 Häuser auf dem Stützpunkt und im nahe gelegenen Oceanside wurden geräumt.

In einer Schule in San Fernando betreute das Rote Kreuz 500 Menschen. Einige von ihnen sahen dort im Fernsehen, wie ihr Haus in Flammen aufging. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Brände bis zur Pazifikküste ausweiten könnten, sagte der Feuerwehrchef von Los Angeles, Michael Freeman.

AP/vin

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