Florida: Vier Tote nach Verfolgungsjagd mit Polizei

Juwelendiebe haben nach einem Überfall einen Transporter als Fluchtfahrzeug missbraucht. Mehrere Dutzend Einsatzfahrzeuge standen im Einsatz.

Die Untersuchung des Falles könnte laut des FBI längere Zeit in Anspruch nehmen. Bild: Brynn Anderson, AP

Die Untersuchung des Falles könnte laut des FBI längere Zeit in Anspruch nehmen. Bild: Brynn Anderson, AP

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Ein Raubüberfall mit anschliessender Verfolgungsjagd und Schiesserei mitten im Berufsverkehr hat im US-Bundesstaat Florida vier Menschen das Leben gekostet. Neben zwei bewaffneten Kriminellen wurden dabei auch ein als Geisel genommener Paketdienstfahrer und ein unbeteiligter Autoinsasse getötet.

Dies sagte ein FBI-Sprecher am Donnerstag (Ortszeit). Die tödlichen Schüsse fielen am Ende der Verfolgungsjagd an einer viel befahrenen Kreuzung der Stadt Miramar inmitten zahlreicher stehender Autos.

Die beiden bewaffneten Täter hatten den Angaben zufolge am späten Nachmittag ein Juweliergeschäft in der Stadt Coral Gables bei Miami überfallen. Auf der Flucht kaperten sie den Transporter eines Paketlieferdienstes und brachten den Fahrer in ihre Gewalt. Die Polizei nahm die Verfolgung auf, während sich der Transporter mit hoher Geschwindigkeit den Weg durch den Feierabendverkehr bahnte und dabei nur knapp an anderen Autos vorbei raste. Das Geschehen wurde von Fernsehkameras aus Helikoptern live übertragen.

Transporter blieb im Verkehr stecken

Über 40 Einsatzfahrzeuge hatten laut CNN die Verfolgung auf den Transporter aufgenommen. Die Fahrzeugkolonne habe sich auf fast einen Kilometer Länge erstreckt.

Als der Transporter schliesslich vor der Kreuzung im dichten Verkehr steckenblieb, versuchten mehrere Polizisten, das Fahrzeug zu umzingeln. Es kam zur Schiesserei, bei der neben den beiden Räubern auch die zwei Unschuldigen getötet wurden. Bis zur vollständigen Aufklärung des komplizierten Falls werde es aufgrund der Vielzahl an Zeugenaussagen und unterschiedlichen Tatorte vermutlich noch sehr lange dauern, sagte der FBI-Sprecher weiter.

Paketlieferdienst «zutiefst erschüttert»

Wer die ersten Schüsse abgegeben hatte, sei bisher noch unklar. Gegenstand der Untersuchungen sei ausserdem, wer den Paketdienstmitarbeiter und den unbeteiligten Automobilisten getötet hatte.

Das Paketdienst-Unternehmen äusserte sich in einem Statement am Donnerstabend zu den Ereignissen. «Wir sind zutiefst erschüttert darüber, dass einer unserer Mitarbeiter ein Opfer dieses sinnlosen Gewaltaktes war. Wir sprechen der Familie und den Freunden sowie den anderen an diesem Vorfall beteiligten Opfer unser Beileid aus.» (sho/sda)

Erstellt: 06.12.2019, 13:03 Uhr

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