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Flüchtlingskrise liefert Worte des Jahres

«Gutmensch», «Flüchtlinge» und «Welcome Refugees» sind die Schlagworte von 2015. Eine Jury kürte den Willkommens-Slogan zum Anglizismus des Jahres.

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Antwort auf Fremdenfeindlichkeit: Am Bahnhof von Dresden-Neustadt gingen Demonstranten unter dem Motto «Herz statt Hetze» auf die Strasse. (21.12.2015)
Antwort auf Fremdenfeindlichkeit: Am Bahnhof von Dresden-Neustadt gingen Demonstranten unter dem Motto «Herz statt Hetze» auf die Strasse. (21.12.2015)
Sebastian Willnow, Keystone

Der politische Slogan «Refugees Welcome» ist zum Anglizismus des Jahres 2015 in Deutschland gekürt worden. Die weiteren Plätze belegten die Wortendung «-(e)xit», etwa in «Grexit», und das Verb «spoilern», wie die Jury in Berlin mitteilte.

Der Ausdruck «Refugees Welcome» ist demnach bereits in den 1990er Jahren entstanden, im vergangenen Jahr aber zu «einer selbstbewussten Antwort auf das althergebrachte «Ausländer raus» geworden, schreibt die Jury. Unter dem Motto «Refugees welcome» demonstrierten Menschen in ganz Europa letztes Jahr für mehr Solidarität mit Flüchtlingen.

«Flüchtlinge» und «Gutmensch»

Schlagworte aus der Flüchtlingsdiskussion prägten 2015 offenber die Sprache. «Flüchtlinge» wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum Wort des Jahres gekürt. Eine weitere Jury wählte «Gutmensch» zum Unwort des Jahres.

Die Initiative «Anglizismus des Jahres» um den Berliner Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch würdigt seit 2010 den Beitrag des Englischen zum deutschen Wortschatz. Im Vorjahr war die Wahl auf «Blackfacing» gefallen. Der Ausdruck bezeichnet die umstrittene Praxis, wenn Schwarze von geschminkten Weissen dargestellt werden. Zu den früheren Siegern gehören die Nachsilbe «-gate», «Crowdfunding», «Shitstorm» und «leaken».

(SDA)

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