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Auf La Réunion gefundenes Wrackteil gehört zur MH 370

Das Flügelteil, das auf La Réunion angeschwemmt wurde, stammt von der verunglückten Malaysia-Airlines-Maschine. Die Untersuchung in Frankreich hat Gewissheit gebracht.

Stammt offiziell bestätigt von Flug MH370: Beamte bergen das erste gefundene Wrackteil am Strand von Saint-André auf der Insel La Réunion. (30. Juli 2015)
Stammt offiziell bestätigt von Flug MH370: Beamte bergen das erste gefundene Wrackteil am Strand von Saint-André auf der Insel La Réunion. (30. Juli 2015)
Wae Tion, Keystone
Wut und Trauer bei den Hinterbliebenen: Angehörige vor den Büros der Malaysia Airlines in Peking. (6. August 2015)
Wut und Trauer bei den Hinterbliebenen: Angehörige vor den Büros der Malaysia Airlines in Peking. (6. August 2015)
Rolex Dela Pena, Keystone
Der Fundort passe zu dem Gebiet, in dem nach dem verschwundenen Flug MH 370 gesucht werde, hiess es seitens der australischen Behörden.
Der Fundort passe zu dem Gebiet, in dem nach dem verschwundenen Flug MH 370 gesucht werde, hiess es seitens der australischen Behörden.
YANNICK PITON, AFP
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Die auf der Insel La Réunion im Indischen Ozean gefundene Flügelklappe ist als Teil des verschwundenen Flugzeugs der Malaysia Airlines identifiziert. Der malaysische Premierminister Najib Razak hat am Mittwochabend letzte Zweifel ausgeräumt. Das Wrackteil stamme tatsächlich vom vermissten Flug MH 370, sagte Razak in einer Fernsehansprache.

«Wir haben jetzt physische Beweise dafür, dass Flug MH 370 tragisch im südlichen Indischen Ozean endete», sagte Razak. «Es ist meine Hoffnung, dass diese Bestätigung, so tragisch und schmerzhaft sie ist, den Familien und Angehörigen der 239 Menschen an Bord von MH 370 zumindest Gewissheit bringen wird.»

Razak kündigte an, die Regierung werde alles tun, «um die Wahrheit über das herauszufinden, was passiert ist». Klar war bereits, dass das Trümmerstück zu einer Boeing 777 gehörte. Weil keine andere Maschine dieses Typs vermisst wird, deutete alles auf den Flug MH 370 hin. Angehörige der Opfer haben nun aber Gewissheit.

Zuvor hatten am Mittwoch internationale Experten das Wrackteil in einem Untersuchungszentrum des französischen Verteidigungsministeriums in Balma bei Toulouse untersucht. Die erste Analyse dauerte am Nachmittag etwa vier Stunden.

Australien rechnet mit Fund

Nach Malaysias Bestätigung, dass das auf der französischen Insel La Réunion angeschwemmte Wrackteil dem Flug MH 370 zugeordnet werden kann, rechnet die zuständige australische Behörde mit dem Fund weiterer Wrackteile der Unglücksmaschine.

Die Entdeckung auf La Réunion «stimmt mit all der Arbeit, die wir gemacht haben, überein, also sind wir zuversichtlich, dass wir in der richtigen Gegend suchen und die Maschine dort finden werden», sagte der Chef der australischen Behörde für Verkehrssicherheit, Martin Dolan, am Donnerstag dem Radiosender ABC.

Noch sei es aber zu früh zu sagen, was genau mit der seit 17 Monaten vermissten Boeing 777 von Malaysia Airlines geschehen sei.

Australien leitet die Suche nach dem Flugzeugwrack in einem riesigen Meeresgebiet, die sich bislang auf rund 50'000 Quadratkilometer Ozean erstreckte. Insgesamt sollen 120'000 Quadratkilometer abgesucht werden. Laut Dolan entspricht das Landen eines MH370-Wrackteils auf La Réunion mit seinen Strömungsmodellen überein.

Viele Fragen noch offen

Experten aus Malaysia, China, Australien, Singapur, Frankreich und den USA hatten das Wrackteil am Mittwoch in Balma bei Toulouse untersucht. Die erste Analyse dauerte am Nachmittag etwa vier Stunden. Das Wrackteil war vergangene Woche auf der zu Frankreich gehörenden Insel La Réunion östlich von Afrika angeschwemmt worden.

Eine Untersuchung der Strömungen zeigte, dass Wrackteile aus dem Gebiet, wo der Absturz vermutet wird, tatsächlich nach La Réunion gedriftet sein könnten. Unklar ist noch, ob auch ein Teil eines Koffers von Flug MH 370 stammt.

Die Polizei werde es so schnell wie möglich untersuchen, sagte Staatsanwalt Mackowiak. Auch die Flügelklappe wird weiter untersucht. So könnte sich feststellen lassen, ob die Maschine in der Luft explodierte oder intakt in den Ozean stürzte.

Das Flugzeug war am 8. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking spurlos verschwunden. An Bord waren 239 Menschen, unter ihnen 153 Chinesen. Satellitensignale legen nahe, dass die Maschine noch sieben Stunden Richtung Süden flog und abstürzte. Die Ursache für den plötzlichen Kurswechsel ist bis heute ein Rätsel.

AFP/ sda/ofi/chk

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