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Flugverbot treibt tausende Passagiere auf die Fähren

Nicht nur Auto und Zug sind für viele an europäischen Flughäfen gestrandete Reisende eine Hoffnung. Fährbetreiber von und nach England und Dänemark erleben einen Ansturm.

Alles drängt auf die Fähren: Abfahrtsterminal der Fähre in Calais.
Alles drängt auf die Fähren: Abfahrtsterminal der Fähre in Calais.
Reuters

Am Freitag habe man 6000 als Fussgänger angemeldete Passagiere über den Ärmelkanal gebracht, an einem regulären Freitag im April seien es 100 bis 200, teilte das Unternehmen P&O Ferries am Samstag mit. P&O verkehrt unter anderem zwischen englischen Häfen und Frankreich, Spanien und den Niederlanden.

Derzeit gingen pro Stunde bis zu 1600 Anrufe mit Buchungsanfragen ein, sagte ein Sprecher. Am Samstagnachmittag war die Internetseite der Firma wegen zu vieler Anfragen zusammengebrochen. Auch andere Überfahrt-Anbieter erlebten einen Ansturm auf die freien Plätze. Bis weit in die kommende Woche hinein seien fast alle Fähren ausgebucht, sagte der P&O-Sprecher. Die verbleibenden Plätze für eine Überfahrt von Dover nach Calais würden für Notfälle freigehalten, hiess es.

Boom wie in der Hochsaison

Auch den Dänemark-Fähren beschehrt die weitgehende Sperrung des europäischen Luftraums einen Boom wie in der Hochsaison. Viel mehr Reisende als üblich nutzten die Schiffe zwischen Dänemark und Deutschland sowie Schweden, teilte die Reederei Scandlines am Samstag mit.

«Wir operieren tatsächlich auf dem Niveau eines Tages in der Hochsaison im Sommer anstatt wie an einem ruhigen Wochenende im April», erklärte ein Sprecher. Scandlines verzeichne einen deutlichen Anstieg im Passagier-, Auto- und Busvolumen, vor allem auf den Strecken vom deutschen Puttgarden ins dänische Rödby und von Rostock ins dänische Gedser sowie zwischen dem dänischen Helsingör und dem schwedischen Helsingborg.

SDA/vin

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