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Fort-Schütze hatte vor der Bluttat einen Streit

Eine Auseinandersetzung könnte zum Amoklauf von Fort Hood geführt haben: Ivan Lopez soll sich kurz vor der Tat mit anderen Soldaten gestritten haben.

Flaggen und Kreuze erinnern an die Opfer des Amoklaufs auf Fort Hood. (3. April 2014)
Flaggen und Kreuze erinnern an die Opfer des Amoklaufs auf Fort Hood. (3. April 2014)
Keystone
Stritt sich mit Kameraden: Ivan Lopez.
Stritt sich mit Kameraden: Ivan Lopez.
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Der Eingang zu Fort Hood wird von Medien belagert. (2. April 2014)
Der Eingang zu Fort Hood wird von Medien belagert. (2. April 2014)
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Der Amokschütze auf der US-Militärbasis Fort Hood hatte vor seiner Bluttat vermutlich Streit mit anderen Soldaten. Es gibt laut dem Stützpunkt-Kommandanten Hinweise, dass es zu einer «verbalen Auseinandersetzung» gekommen ist. Die genauen Motive bleiben weiter unklar.

Es gebe aber keine Anzeichen, dass der psychisch instabile Irak-Veteran, der sich nach der Tat selbst tötete, gezielt auf bestimmte Kameraden geschossen habe, sagte der Stützpunkt-Kommandant Mark Milley am Donnerstag.

Identität bekannt gegeben

Einen Tag nach dem Verbrechen mit insgesamt vier Toten und 16 Verletzten gaben die Militärs die Identität des Täters preis. Es handelt sich um den 34-Jährigen Ivan Lopez, der in einer Transporteinheit auf Fort Hood arbeitete und ursprünglich aus Puerto Rico stammt.

Milley bekräftigte, es gebe keine Anzeichen, dass es sich um Terrorismus handle. «Aber wir schliessen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nichts aus.» Drei der 16 Verletzten seien wieder aus dem Krankenhaus.

Nicht im Kampfeinsatz

Nach den Worten von Heeresminister John McHugh hatte der Schütze vor seiner Tat «keinerlei Anzeichen möglicher Gewalt» gezeigt. Allerdings habe er unter Depressionen und Angststörungen gelitten. Der Amokläufer sei 2001 für vier Monate im Irak stationiert gewesen, habe aber nicht an Kampfeinsätzen teilgenommen.

Die Tat auf der weltgrössten Militärbasis in Texas erschütterte Amerika. Bereits 2009 war in Fort Hood ein Soldat Amok gelaufen – damals starben 13 Menschen.

Präsident Barack Obama äusserte sich schockiert und verlangte eine gründliche Aufklärung. «Der Präsident hat sein Team aufgerufen, alle zur Verfügung stehenden Ressourcen zu nutzen, um die Schiesserei vollständig aufzuklären», sagte Obamas Sprecher Jay Carney am Donnerstag.

Wie kam die private Waffe aufs Gelände?

US-Medien stellten die Frage, wie es dem Schützen gelingen konnte, eine private Waffe auf das Gelände zu schmuggeln.

Es war bereits der zweite tödliche Zwischenfall auf dem Stützpunkt. Vor viereinhalb Jahren hatte dort der Armeepsychiater Nidal Hassan das Feuer auf seine Kameraden eröffnet. 13 Menschen kamen dabei ums Leben, 30 weitere wurden verletzt.

Hassan begründete seine Tat damit, islamistische Aufständische in ihrem Kampf gegen US-Soldaten schützen zu wollen. Er wurde dafür im vergangenen Jahr zum Tod verurteilt.

sda/AP/chk

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