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Frachter und Rettungsschiff sinken vor Istanbul

In einem schweren Sturm sind vor der türkischen Küste zwei Frachter in Seenot geraten. Einer der beiden sank, ebenso ein Rettungsschlepper. Mindestens drei Personen kamen ums Leben, zehn werden vermisst.

Drama vor der türkischen Schwarzmeerküste: Die Besatzung dieses Rettungsbootes wollte der Crew eines sinkenden Kohlen-Frachters helfen. (4. Dezember 2012)

Nach dem Untergang eines Kohlefrachters in schwerem Sturm werden vor der Küste Istanbuls zehn Seeleute vermisst. Retter fanden eine Leiche und zogen vier Matrosen lebend an Bord eines Rettungsschiffes, berichteten türkische Fernsehsender.

Die 114 Meter lange «Volgo-Balt 199» sank vor der Küste der Schwarzmeer-Ortschaft Sile. Die aus elf Ukrainern und einem Russen bestehende Mannschaft war auf dem Schiff unterwegs Richtung Antalya.

Rettungsschlepper sank ebenfalls

Die türkische Küstenwache setzte mehrere Schiffe und einen Helikopter bei der Suche ein. Einer der Rettungsschlepper lief im Sturm auf Felsen an der Küste auf. Drei Rettungskräfte würden noch vermisst. Mit Anbruch der Dunkelheit sanken die Chancen der Vermissten auf eine Rettung.

Der Kapitän des Schiffes hatte am Vormittag noch über Funk berichtet, dass sein Schiff schwer mit dem Sturm kämpfe, bevor der Kontakt abbrach. Sile liegt etwa 50 Kilometer nordöstlich von Istanbul, nahe der Einfahrt in den Bosporus.

Weiteres Frachtschiff in Seenot

Ein weiteres Frachtschiff geriet an der Küste in Seenot. Videoaufnahmen zeigten den Frachter in schwerer See an der Küste. Wegen des heftigen Regensturms war auch auf dem Marmarameer der Fährverkehr behindert. Der Wind stürzte in Istanbul Bäume um und beschädigte Dächer. Türkische Meteorologen gaben für mehrere Provinzen Sturmwarnung.

Der unter der Flagge von St. Kitts und Nevis fahrende Frachter «Volgo Balt 199» habe sich von Russland auf dem Weg zum Hafen von Antalya befunden, als er vor der Küste Istanbuls gesunken sei, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu. An Bord waren elf ukrainische Besatzungsmitglieder und ein russischer Matrose.

SDA/mw

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