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Frankreich liefert Brüssel-Attentäter aus

Ein 29-jähriger radikaler Islamist hatte im Mai im Jüdischen Museum von Brüssel vier Menschen getötet. Kurz nach der Tat wurde er im südfranzösischen Marseille festgenommen.

Im jüdischen Museums in Brüssel erschoss ein Mann vier Menschen: Bilder einer Überwachungskamera zeigen den Attentäter. (25. März 2014)
Im jüdischen Museums in Brüssel erschoss ein Mann vier Menschen: Bilder einer Überwachungskamera zeigen den Attentäter. (25. März 2014)
Belgische Polizei, AFP
Die französischen und die belgischen Behörden gehen davon aus, dass sie den Mann gefasst haben.
Die französischen und die belgischen Behörden gehen davon aus, dass sie den Mann gefasst haben.
AP/Belgische Polizei
Wurde in Frankreich festgenommen: Der 29-jährige Mehdi Nemmouche.
Wurde in Frankreich festgenommen: Der 29-jährige Mehdi Nemmouche.
AFP
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Die französische Justiz hat die Auslieferung des mutmasslichen Todesschützen von Brüssel an Belgien angeordnet. Der 29-Jährige solle in Vollstreckung eines europäischen Haftbefehls an die belgische Justiz ausgeliefert werden, entschied das Berufungsgericht von Versailles bei Paris.

Der französisch-algerische radikale Islamist steht im Verdacht, beim Anschlag im Jüdischen Museum in Brüssel am 24. Mai vier Menschen getötet zu haben. Er wurde knapp eine Woche nach der Tat im südfranzösischen Marseille festgenommen.

Sorge vor Anschlägen

Der Verhaftete hatte bei einer Gerichtsanhörung angegeben, sich einer Auslieferung an Belgien nicht widersetzen zu wollen, wenn Belgien ihm versichere, ihn nicht an ein anderes Land auszuliefern. Der 29-Jährige fürchtet, er könne nach Israel ausgeliefert werden. Zwei der Opfer des Anschlags von Brüssel waren Israelis.

Der Anschlag auf das Museum hatte weltweit Entsetzen ausgelöst. Er schürte zudem die Sorge vor Anschlägen in Europa von Jihadisten, die vom Bürgerkrieg in Syrien zurückkehren. Der mutmassliche Todesschütze soll mehr als ein Jahr in Syrien an der Seite islamistischer Kämpfer verbracht haben.

SDA/kpn

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