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Fünf Tote bei Unfall auf Touristenbahn

Bei einem Strassenbahnunglück in Rio de Janeiro verunglückten fünf Menschen tödlich. Die gelben Wagen der «Bondinhos» galten seit jeher als Touristenattraktion.

Masslos überfüllt: Die «Bondinhos» verkehren seit 1872 auf dem Schienennetz von Rio de Janeiro.

Bei einem Strassenbahnunglück in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro sind fünf Menschen ums Leben gekommen. 57 Fahrgäste wurden am Samstagabend (Ortszeit) verletzt, darunter auch Touristen aus den USA, Frankreich und Portugal, wie die Feuerwehr mitteilte.

Zehn Menschen erlitten schwere Verletzungen. Die Strassenbahn war aus noch ungeklärter Ursache im Stadtteil Santa Teresa aus den Schienen gesprungen, etwa 50 Meter weiter gefahren und schliesslich gegen einen Masten gekracht und umgestürzt.

Masslos überfüllt

Die offenbar völlig überfüllte Bahn sei komplett zerstört worden, teilten die Behörden mit. Nach Angaben der Feuerwehr starben vier Menschen sofort, der Fahrer erlag auf dem Weg ins Spital seinen Verletzungen.

Möglicherweise hätten die Bremsen versagt, hiess es in Medienberichten. Zudem sei das Tram nur für maximal 44 Passagiere zugelassen gewesen. Die Behörden ordneten eine Untersuchung an.

Wegen der Aussicht auf Rio ist die Strassenbahn eine Attraktion für Touristen. Die «Bondinhos» genannten gelben Wagen verkehren seit 1872 auf der Strecke. Anwohner kritisieren seit langem, dass die 2006 begonnene Modernisierung des Tram-Netzes nur langsam vorankommt.

(SDA)

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