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Für die Stasi war er der «Leopard»

Dank Medienpräsenz war Lenzlinger die Nummer 1 in der deutschen Fluchthelferszene. Über die Zahl seiner Fluchten gehen die Meinungen auseinander. Die Stasi sprach von 122, Lenzlinger von über 700 Personen.

Am 5. Februar 1979 wurde der Zürcher Fluchthelfer Hans Ulrich Lenzlinger in seinem Haus an der Ackersteinstrasse 116 in Zürich-Höngg von Unbekannten mit fünf Schüssen getötet. Auch nach über 30 Jahren ist der Fall ungeklärt: War es die DDR-Geheimpolizei, die Stasi, die den «kriminellen Menschenhändler» ein für alle Mal eliminieren wollte? Oder war es eine Abrechnung im Fluchthelfermilieu oder ein Beziehungsdelikt?

Sicher ist: Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) – so der offizielle Name für die Stasi – hatte Lenzlinger während Jahren bespitzelt und seine Arbeit akribisch kontrolliert. Kaum ein Schweizer wurde von der DDR so intensiv überwacht wie Lenzlinger. Die Akten umfassen 37 Bände mit exakt 10'218 DIN-A4-Seiten. Sie stehen Journalisten und Forschern offen und können nach Voranmeldung beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) eingesehen werden. Die Behörde mit Sitz in Berlin beschäftigt rund 1600 Angestellte und Beamte.

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