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Peruanische Fussballfans prügeln Sekte aus Stadion

Der Chef der Evangelikalen hatte behauptet, das Stadion stehe ihnen zu, weil dies «der Wille Gottes» sei. Die Anhänger von Alianza Lima sahen das anders.

Streit um Land: Fussballfans prügeln sich mit evangelikalen Christen.

Eine Gruppe Evangelikale hat in Peru versucht, sich gewaltsam das Stadion des Hauptstadtclubs Alianza Lima anzueignen. Mit vereinten Kräften warfen Polizei und Fans die Besetzer wieder hinaus.

Mitglieder des Fanclubs «La Barra Comando Sur» (Truppe Kommando Süd) malten laut Medienberichten danach wieder ihre Embleme auf Stadiontore und -wände, die zuvor von der ultrakonservativen Evangelikalengruppe «Aposento Alto» (Hohes Gemach) überpinselt worden waren.

Der Verein dankt den Fans für deren Unterstützung abseits von Meisterschaft und Cup: «Einmal mehr haben sie gezeigt, dass sie jederzeit zu uns stehen,» schreibt der Verein auf Twitter.

Der Chef der Evangelikalen, Alberto Santana, hatte monatelang behauptet, das Stadion stehe ihnen zu, weil dies «der Wille Gottes» sei. Der Fanclub versicherte dagegen, «Aposento Alto» habe mit der Aktion am Montag die öffentliche Aufmerksamkeit davon ablenken wollen, dass die frühere Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aussagen musste. Der Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori (1990-2000) wird vorgeworfen, im Wahlkampf 2016 unerlaubt Gelder vom brasilianischen Baukonzern Odebrecht angenommen zu haben.

Fujimori ist zwar katholisch, hat aber in gesellschaftlichen Streitfragen zum Teil gemeinsame Sache mit Santana gemacht. Der schwerreiche Sektenführer ist wegen seiner frauenfeindlichen und homophoben Positionen in Peru eine höchst umstrittene Figur. Er behauptete, Gott habe ihn beauftragt, in dem Stadion Kriminelle und «Verwirrte» zu heilen.

(SDA)

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