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Gebrochenes Schutzblech schuld an Bruchlandung von Kloten

Ende September erlitt eine Maschine der Croatian Airlines in Zürich eine Bruchlandung, weil das Bugfahrwerk blockiert war. Die Schweizerische Unfalluntersuchung hat nun eine ersten Bericht zum Unfall veröffentlicht.

Am Tag nach der Bruchlandung: Die Maschine der Croatian Airlines auf dem Flughafen Kloten. (28. September 2013)
Am Tag nach der Bruchlandung: Die Maschine der Croatian Airlines auf dem Flughafen Kloten. (28. September 2013)
Markus Heinzer/Newspictures
Der Pilot hatte vor der Landung den Tower informiert, dass er das vordere Fahrwerk nicht ausfahren kann. (27. September 2013)
Der Pilot hatte vor der Landung den Tower informiert, dass er das vordere Fahrwerk nicht ausfahren kann. (27. September 2013)
Markus Heinzer/Newspictures
Sie kamen aber alle unverletzt davon.
Sie kamen aber alle unverletzt davon.
Markus Heinzer/Newspictures
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Ein gebrochenes Schutzblech ist schuld daran, dass am 27. September ein Flugzeug vor der Landung in Zürich das Bugfahrwerk nicht ausfahren konnte. Dies schreibt die Schweizerische Unfalluntersuchungsstelle (SUST) in einem Zwischenbericht.

Bei der Bruchlandung des Passagierflugzeugs der Croatian Airlines wurde niemand verletzt und es brach kein Feuer aus. An der Maschine des Tys Dash 8 - gebaut vom kanadischen Herstellers Bombardier - wurde die Unterseite des vorderen Rumpfs beschädigt. Die SUST hat aufgrund des Zwischenfalls zwei Sicherheitsempfehlungen ausgesprochen.

Nach 540 Metern zum Stillstand

Die Piloten des in der kroatischen Hauptstadt Zagreb gestarteten Linienflugzeuges bemerkten beim Anflug in Zürich, dass nur das Hauptfahrwerk, nicht aber das vordere Fahrwerk ausgefahren war. Sie brachen den Anflug ab und bereiteten die Notlandung vor.

Um 20.18 Uhr setzte die Maschine auf und kam nach 540 Metern zum Stillstand. Passagiere und Besatzung konnten das Flugzeug über die vordere linke Kabinentüre verlassen.

Bei der technischen Untersuchung stellte die SUST fest, dass ein Schutzblech, das zwei Sensoren schützt, eingeklemmt war. Es war gebrochen, nach oben gedreht und behinderte so das Ausfahren des Bugfahrwerks.

In einer Sicherheitsempfehlung werden die kanadische Luftfahrtbehörde und die europäische Flugsicherheits-Agentur AESA aufgefordert, zusammen mit Flugzeug- und Fahrwerkherstellern geeignete Massnahmen zu treffen, damit beschädigte Schutzbleche bei Bugfahrwerken frühzeitig erkannt werden. Zudem sollen die Risiken durch die Installation des Schutzblechs überprüft werden.

SDA/kpn

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