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Gefängnismeuterei in Indonesien – fünf Tote

Bei einem Aufstand in einem indonesischen Gefängnis wurden durch selbst gelegte Brände drei Häftlinge und zwei Wärter getötet. 150 Insassen gelang die Flucht, darunter sechs Terrorverdächtigen.

Häftlinge wehren sich gegen mangelnde Wasser- und Stromversorgung: Polizisten versuchen auf Sumatra das Gefängnis wieder unter Kontrolle zu bringen. (12. Juli 2013)
Häftlinge wehren sich gegen mangelnde Wasser- und Stromversorgung: Polizisten versuchen auf Sumatra das Gefängnis wieder unter Kontrolle zu bringen. (12. Juli 2013)
Reuters

Bei einer Gefängnismeuterei im Westen Indonesiens sind mindestens fünf Menschen getötet worden und rund 150 Häftlinge geflüchtet. Drei Gefangene und zwei Mitarbeiter der Haftanstalt seien durch absichtlich gelegte Brände ums Leben gekommen, teilte die Polizei am Freitag mit.

Derweil versuchten die Sicherheitskräfte noch immer vergeblich, das Gefängnis in der Provinzhauptstadt Medan auf der Insel Sumatra wieder unter Kontrolle zu bringen, nachdem dort am Vorabend eine gewaltsame Revolte ausgebrochen war.

Auslöser der Proteste war laut einem Polizeisprecher Ärger über die mangelnde Versorgung mit Strom und Wasser in der überfüllten Haftanstalt. Die Insassen steckten demnach das Gebäude in Brand, woraufhin dutzende Gefangene entkommen konnten, von denen rund 55 kurz darauf wieder festgenommen wurden. Unter den weiterhin flüchtigen Ausbrechern sind auch sechs Terrorverdächtige.

2600 statt 500 Häftlinge

Auch Stunden nach Beginn des Aufstands war das Feuer noch immer nicht gelöscht. Insassen des Gefängnisses, in dem normalerweise rund 2600 Häftlinge untergebracht sind, obwohl es Medien zufolge nur für 500 ausgelegt ist, bewarfen die Sicherheitskräfte mit Flaschen und legten immer wieder neue Brände.

Hunderte Polizisten und Soldaten wurden zum Gefängnis beordert, um die Gewalt einzudämmen. Hunderte weitere Sicherheitskräfte durchsuchten die Stadt nach den Ausbrechern.

SDA/chk

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