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Gefängnisstrafe für Dolce und Gabbana

Ihre Marke steht für Luxus, doch nun droht Dolce und Gabbana eine weniger glamouröse Welt: Wegen Steuerhinterziehung hat ein Gericht die Designer zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt.

Haben Steuern hinterzogen: Domenico Dolce und Stefano Gabbana. (Archivfoto)
Haben Steuern hinterzogen: Domenico Dolce und Stefano Gabbana. (Archivfoto)
AFP

Ein Gericht in Mailand hat die Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 200 Millionen Euro zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt. Ausserdem müssen die beiden Stardesigner ein Bussgeld von 500'000 Euro an den italienischen Fiskus zahlen. Die Verteidigung kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Die Modemacher des Modehauses Dolce & Gabbana wurden für schuldig befunden, die Kontrolle über ihre Marken 2004 und 2005 an eine Tarnfirma namens Gado in Luxemburg übertragen zu haben, um in Italien keine Steuern zahlen zu müssen. Die Staatsanwaltschaft hatte im Mai eine Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren gefordert.

Designer bestreiten die Vorwürfe

Ursprünglich waren die beiden Modeschöpfer beschuldigt worden, rund eine Milliarde Euro an Steuern hinterzogen zu haben. Das Gericht entschied jedoch, dass davon nur 200 Millionen Euro relevant seien. Vier weitere Angeklagte, darunter Dolces Bruder Alfonso und andere führende Mitglieder der Firma, wurden zu Haftstrafen von weniger als zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Zudem gab es einen Freispruch.

Die beiden Designer, zu deren Kunden Stars wie Beyoncé und Madonna gehören, hatten die Vorwürfe stets bestritten. Im vergangenen Dezember waren sie jedoch mit einem Einspruch gegen die Anklage gescheitert.

Für das 1985 gegründete Unternehmen Dolce & Gabbana arbeiten mehr als 3000 Menschen.Weltweit gibt es 250 Dolce & Gabbana-Geschäfte in 40 Ländern. Der 54-jährige Dolce und der 50-jährige Gabbana gehören zu den reichsten Italienern.

AFP/kle

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