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Genfer harrt weiter in indischem Gefängnis

Ein Westschweizer sitzt in Indien im Gefängnis, weil er maoistische Rebellen unterstützt haben soll. Nun wurde sein Antrag auf Freilassung abgelehnt.

Der am Dienstag im südindischen Kerala verhaftete Genfer bleibt vorerst im Gefängnis. Ein Richter habe seine Freilassung am Samstag abgelehnt, teilte die indische Nachrichtenagentur PTI mit. Dem 24-Jährigen wird gemäss PTI vorgeworfen, an einer Feier zur Unterstützung maoistischer Rebellen teilgenommen zu haben.

Der Westschweiz wurde laut indischen Medien nach seiner Teilnahme an der Feier im südindischen Bundesstaat festgenommen. Demnach organisierten maoistische Sympathisanten die Zusammenkunft zu Ehren eines Rebellenführers, der vergangenen Monat ums Leben kam.

Maoistische Bücher gefunden

Ausländische Touristen dürfen in Indien nicht an politischen Aktivitäten teilnehmen. Der Westschweizer wird nun beschuldigt, das entsprechende Gesetz gebrochen zu haben. Bei dem jungen Mann seien maoistische Bücher gefunden worden, teilte die Polizei laut der Zeitung «Times of India» mit. Zudem habe der Schweizer gestanden, mit maoistischen Gruppen zu sympathisieren.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte am Mittwoch die Festnahme eines Schweizers in Indien bestätigt, ohne weitere Angaben zu machen. Die Verteidigung des Schweizers will am Montag einen neuen Antrag stellen, «und dann hoffen wir, dass der Freilassung unter Kaution zugestimmt wird», sagte sein Anwalt in der Schweiz, Nicolas Capt, im Westschweizer Radio RTS.

SDA/thu

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