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Evakuierungen an der Lenk aufgehoben

Nach der Entleerung eines Gletschersees im Berner Oberland waren in Lenk über 100 Personen evakuiert worden. Diese konnten nun in ihre Häuser zurückkehren.

mch/sep
Hochwasseralarm in Lenk: Ein Campingplatz und ein Restaurant wurden evakuiert. (Video: SDA/Tamedia)

In Lenk hat sich die drohende Hochwasserlage am Samstag entspannt. Der Gletschersee Faverges auf der Plaine Morte hat sich zu einem grossen Teil entleert. Um die Mittagszeit wurden die am Freitag angeordneten Evakuierungen aufgehoben.

Alles, was in Parterre und Keller stand, ist zerstört: Bernhard und Christina Jeanneret vor ihrem durch den Gletschersee-Ausbruch arg beeinträchtigten Haus.
Alles, was in Parterre und Keller stand, ist zerstört: Bernhard und Christina Jeanneret vor ihrem durch den Gletschersee-Ausbruch arg beeinträchtigten Haus.
Bruno Petroni
Weggespült: Der Fahrweg von den Simmenfällen zum Rezliberg wurde von den Fluten auf einer Länge von 20 Metern zerstört.
Weggespült: Der Fahrweg von den Simmenfällen zum Rezliberg wurde von den Fluten auf einer Länge von 20 Metern zerstört.
PD
Im Weiler Spitz ist der grösste Teil des Hochwassers wieder abgelaufen.  Im Hintergrund das Dorfzentrum der Lenk.
Im Weiler Spitz ist der grösste Teil des Hochwassers wieder abgelaufen. Im Hintergrund das Dorfzentrum der Lenk.
PD
Der Barbarasteg bei den Simmenfällen wurde beschädigt  und bleibt vorläufig gesperrt.
Der Barbarasteg bei den Simmenfällen wurde beschädigt und bleibt vorläufig gesperrt.
PD
So sieht der Favergesee auf dem Plaine-Morte Gletscher aus, wenn er mit zwei Millionen Kubikmetern Wasser vollgelaufen ist.  Als Grössenvergleich links ein Mensch (Pfeil). Im Hintergrund ist das Schneehorn (3177 m) zu sehen.
So sieht der Favergesee auf dem Plaine-Morte Gletscher aus, wenn er mit zwei Millionen Kubikmetern Wasser vollgelaufen ist. Als Grössenvergleich links ein Mensch (Pfeil). Im Hintergrund ist das Schneehorn (3177 m) zu sehen.
Bruno Petroni
Die drohende Hochwasserlage hat sich beruhigt.
Die drohende Hochwasserlage hat sich beruhigt.
Keystone/Patrick Huerlimann
Die Abflusswerte des Faverges-Gletschersees auf der Plaine Morte seien deutlich zurückgegangen, sagte der Lenker Gemeindepräsident René Müller.
Die Abflusswerte des Faverges-Gletschersees auf der Plaine Morte seien deutlich zurückgegangen, sagte der Lenker Gemeindepräsident René Müller.
Keystone/Patrick Huerlimann
Auch das am Vortag evakuierte Restaurant Simmenfälle hat wieder geöffnet.
Auch das am Vortag evakuierte Restaurant Simmenfälle hat wieder geöffnet.
Keystone/Patrick Huerlimann
Doch das Hochwasser hat Schaden angerichtet.
Doch das Hochwasser hat Schaden angerichtet.
Keystone/Patrick Huerlimann
Ganze Uferstellen wurden weggeschwemmt.
Ganze Uferstellen wurden weggeschwemmt.
Keystone/Patrick Huerlimann
Und es besteht weiterhin das Risiko von Unterspülungen an den Ufern der Simme.
Und es besteht weiterhin das Risiko von Unterspülungen an den Ufern der Simme.
Keystone/Patrick Huerlimann
Mehrere Wanderwege sind aufgrund des Hochwassers gesperrt.
Mehrere Wanderwege sind aufgrund des Hochwassers gesperrt.
Keystone/Patrick Huerlimann
Denn die Gefahr, dass unterspülte Uferwege einstürzen, ist weiterhin vorhanden.
Denn die Gefahr, dass unterspülte Uferwege einstürzen, ist weiterhin vorhanden.
Keystone/Patrick Huerlimann
Die Simme hat viel Schwemmgut mitgerissen.
Die Simme hat viel Schwemmgut mitgerissen.
Keystone/Patrick Huerlimann
Und es muss auch weiterhin mit Flutwellen gerechnet werden.
Und es muss auch weiterhin mit Flutwellen gerechnet werden.
Keystone/Patrick Huerlimann
Überwachungsanlagen lösten am Freitag gegen 13 Uhr in Lenk Hochwasseralarm aus.
Überwachungsanlagen lösten am Freitag gegen 13 Uhr in Lenk Hochwasseralarm aus.
20 Minuten
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Schmelzwasser des Faverges-Gletschersees auf der Plaine Morte oberhalb der Lenk hatte am Freitag auszulaufen begonnen. Die Überwachungsanlagen lösten am Freitag gegen 13 Uhr Alarm aus. Die Simme und der Trübbach führten Nachmittag Hochwasser.

Der Pegel der Simme ist angestiegen: Ein Bagger in der Lenk fischt einen Baum aus dem Wasser. Video: 20 Minuten

Vorsorglich wurden unter anderem ein Campingplatz und ein Restaurant evakuiert. Am Samstag um die Mittagszeit konnten die Evakuierten zurückkehren – rund 100 Personen hatten die Nacht in einer Notunterkunft verbringen müssen. Die Abflusswerte des Sees seien deutlich zurückgegangen, sagte Gemeindepräsident René Müller.

Gefahr noch nicht gebannt

Ganz gebannt ist die Gefahr aber noch nicht: Es bestehe weiterhin das Risiko von Unterspülungen an den Ufern der Simme, warnte Müller. Die Bevölkerung ist deshalb aufgerufen, sich von Gewässern und auch von Brücken fernzuhalten, da unterspülte Uferwege einstürzen könnten. Auch muss weiterhin mit Flutwellen gerechnet werden.

Mehrere Wanderwege im Bereich der Simmenfälle waren weiterhin gesperrt. Ansonsten gebe es keine Einschränkungen für Touristen, sagte Müller. Die Bergbahnen seien in Betrieb, und das am Vortag evakuierte Restaurant Simmenfälle habe wieder geöffnet.

Die Simme bei St. Stephan unterhalb der Lenk. Video: 20 Minuten

Die Gletscherseen auf der Plaine Morte im Grenzgebiet der Kantone Bern und Wallis werden seit mehren Jahren mit Kameras und einer Pegelmessung überwacht. Die Seen füllen sich mit Schmelzwasser und laufen jeweils Anfang August aus.

Der Favergesee auf 2700 Metern über Meer hat ein Fassungsvermögen von 1,5 bis 2 Millionen Kubikmeter Wasser.

(SDA)

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