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Jetzt hat auch Adidas sein PR-Desaster

«Glückwunsch, Sie haben den Boston Marathon überlebt!» Adidas kassiert nach einem Mail an die diesjährigen Läufer des Wettbewerbs einen Shitstorm.

Erhielten alle das umstrittene Adidas-Mail: Teilnehmerinnen des Boston Marathons. (17. April 2017)
Erhielten alle das umstrittene Adidas-Mail: Teilnehmerinnen des Boston Marathons. (17. April 2017)
Mary Schwalm, Keystone
Empörung und Kritik: Boston-Läufer beim Zieleinlauf. (17. April 2017)
Empörung und Kritik: Boston-Läufer beim Zieleinlauf. (17. April 2017)
CJ Gunther, Keystone
Es starben drei Menschen, 264 weitere wurden verletzt. (15. April 2013)
Es starben drei Menschen, 264 weitere wurden verletzt. (15. April 2013)
Keystone
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Mit einer unbedachten Grussbotschaft an die Teilnehmer des Boston Marathons hat sich der Sportkonzern Adidas in die Nesseln gesetzt. An alle 26'492 Läufer, die bei dem Wettbewerb das Ziel erreichten, schickte Adidas am Montag eine E-Mail mit der Betreff-Zeile: «Glückwunsch, Sie haben den Boston Marathon überlebt!»

Die Empörung liess nicht lange auf sich warten. Viele Empfänger fühlten sich an den tödlichen Anschlag auf die Sportveranstaltung 2013 erinnert, in sozialen Netzwerken hagelte es Kritik – und Adidas entschuldigte sich.

«Es tut uns unglaublich leid», erklärte Adidas am Dienstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter. «Wir haben eindeutig nicht genug über die unsensible E-Mail-Betreffzeile nachgedacht.» Dies sei ein Fehler gewesen, für den sich der Konzern entschuldigen wolle.

Am 15. April 2013 hatten zwei Attentäter an der Ziellinie des Boston Marathons selbst gebaute Bomben zur Explosion gebracht. Drei Menschen wurden dabei getötet, 264 weitere wurden verletzt.

Erst kürzlich musste Pepsi nach einem Shitstorm einen Werbespot zurückziehen. Darin verteilt Kendall Jenner Dosen des Getränks an Polizisten – als wenn es die Lösung aller Gewaltprobleme wäre. Die Message war schliesslich auch Pepsi zu peinlich.

AFP/chk

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