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Grausiger Fund am Strassenrand

In einer niedersächsischen Ortschaft wurden Leichenteile entdeckt, die zuvor in Brand gesteckt worden waren. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus.

Die Untersuchung der Fundorte dauerte an bis in die frühen Morgenstunden: Mitarbeiter der Spurensicherung in der Nähe von Buxtehude.
Die Untersuchung der Fundorte dauerte an bis in die frühen Morgenstunden: Mitarbeiter der Spurensicherung in der Nähe von Buxtehude.
Keystone

In Brand gesteckte Leichenteile geben Ermittlern im niedersächsischen Landkreis Stade Rätsel auf. Autofahrer hatten die Körperteile gestern Abend an Strassenrändern in Goldbeck bei Buxtehude entdeckt. Bei der Leiche handelt es sich vermutlich um eine Frau, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Offenbar hatten der oder die Täter die Leichenteile in Brand gesetzt, um Spuren zu verwischen. Heute fanden Spaziergänger schliesslich auch den Kopf der Getöteten.

Die Feuer waren gestern am späten Abend von zwei verschiedenen Autofahrern gemeldet worden. Nahe Goldbeck hatte ein Autofahrer das erste Feuer entdeckt und die Polizei alarmiert. Etwa eine Stunde später ging ein weiterer Notruf von einem weiteren Autofahrer ein, der brennende Leichenteile an einem Gemeindeweg zwischen Goldbeck und Apensen entdeckt hatte. Die Fundorte liegen etwa drei Kilometer voneinander entfernt.

Spaziergänger finden Kopf

Heute Morgen fanden Spaziergänger bei einer ehemaligen Kiesgrube schliesslich den Kopf der Getöteten im Gras sowie einige Kleidungsstücke. Auch der Kopf sei stark verbrannt gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Bei einer anschliessend gestarteten Suchaktion mit etwa 100 Feuerwehrleuten wurden an einer Kreisstrasse zwischen Nindorf und Apensen noch mehrere Plastiktüten mit Körperteilen gefunden, die allerdings nicht verbrannt waren.

Die Feuerwehrleute suchten vor allem die Feldwege ab, um die Strecke nachzuvollziehen, die der mutmassliche Täter gegangen war. Auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera sowie Leichenspürhunde wurden eingesetzt. Die Leichenteile wurden in die Rechtsmedizin nach Hamburg gebracht. Die Polizei erhofft sich von der Obduktion Rückschlüsse auf die Identität der Person und die Todesursache.

Ein Ergebnis der Obduktion liege aber vermutlich erst am Montag vor, sagte der Polizeisprecher. Bislang ist völlig unklar, um wen es sich bei der Toten handelt. Vermisste habe es in der Region nicht gegeben.

dapd/ami

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