Greenpeace blockiert in Portland Shell-Eisbrecher

Umweltaktivisten seilten sich in Portland von einer Brücke ab und hinderten so einen Eisbrecher am Auslaufen. Mittlerweile konnte das Schiff zu Bohrungen in der Arktis aufbrechen.

Will die Arktis vor Ölbohrungen schützen: Greenpeace-Aktivist hängt in Portland an einer Brücke. (29. Juli 2015)

Will die Arktis vor Ölbohrungen schützen: Greenpeace-Aktivist hängt in Portland an einer Brücke. (29. Juli 2015) Bild: Don Ryan/Keystone

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Nachdem er von Greenpeace-Aktivisten vom Auslaufen aus dem Hafen der US-Stadt Portland gehindert wurde, ist ein Eisbrecher des Shell-Konzerns in Richtung Arktis aufgebrochen. Die Fennica brach am Donnerstag zu umstrittenen Ölbohrungen auf, die die Protestierenden verhindern wollten, indem sie das Schiff mit Kajaks und von einer Brücke herunterbaumelnd blockierten.

Wegen der riskanten Aktionen musste der Brecher am Donnerstag zunächst tatsächlich umdrehen. Die Behörden lösten die Blockaden dann jedoch auf, womit der Weg zur Arktis für die Fennica frei war.

Die Umweltschützer wollten das Schiff am Auslaufen über den Willamette River in Richtung Pazifik hindern, damit Shell mit den Ölbohrungen bis 2016 warten muss. Bis dahin hofft Greenpeace, dass die Regierung von US-Präsident Barack Obama in ihrem Sinne handeln wird.

Mit Geldstrafe gedroht

Die Fennica ist Teil der Shell-Flotte, die vor der Nordwestküste Alaskas nach Öl bohren soll. Der Brecher soll verhindern, dass die beteiligten Schiffe einfrieren und transportiert zugleich Ausrüstung, um Öllecks zu reparieren. In Portland war sie vergangene Woche wegen Reparaturarbeiten angekommen.

Wegen einer Protestaktion gegen den Öl-Konzern Shell drohte der Umweltschutzorganisation Greenpeace in den USA eine empfindliche Geldstrafe. Eine Bundesrichterin im US-Bundesstaat Alaska entschied am Donnerstag, dass die Aktivisten für jede weitere Stunde, die sie die Abfahrt des Eisbrechers blockieren, 2500 Dollar zahlen müssen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Umweltschützer lehnen Bohrungen nach fossilen Brennstoffen in der Arktis ab, da sie negative Folgen für die Tierwelt am Nordpol fürchten. Ungeachtet der Proteste hatte die US-Regierung dem Energieriesen Shell im Mai unter Auflagen Öl- und Gasbohrungen in der Arktis erlaubt. (chk/AP/sda)

Erstellt: 31.07.2015, 02:55 Uhr

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