Zum Hauptinhalt springen

Greenpeace entert das Joggeli

Kurz nach Anpfiff wurde die Partie Basel - Schalke unterbrochen: Greenpeace-Aktivisten seilten sich vom Stadiondach ab und spannten ein grosses Banner auf. Vor dem Spiel gab es bei Schlägereien Verletzte.

Wilde Aktion von Greenpeace: Vier Kletterer hängen über der Tribüne im St. Jakob Park einen Banner auf.

Nach der Greenpeace-Aktion im Stadion St. Jakob-Park beim Spiel des FC Basel gegen den FC Schalke 04 hat Stadionbetreiber Basel United Strafanzeige eingereicht. Diese lautet auf Hausfriedensbruch. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Anzeige.

Die Staatsanwaltschaft werde nun entsprechende Abklärungen aufnehmen, sagte der Sprecher auf Anfrage. Nach der spektakulären Aktion von Greenpeace waren 17 Aktivisten vom Sicherheitsdienst im Stadion festgehalten und der Polizei übergeben worden. Die Polizei führte bei den Aktivisten eine Personenkontrolle durch, wie ein Polizeisprecher sagte. Danach seien die Konollierten noch vor Ort wieder entlassen worden.

Ein Millionen-TV-Publikum

Greenpeace-Aktivisten hatten während des Champions-League-Spiels mit einer waghalsigen Aktion für einen mehrminütigen Spielunterbruch gesorgt. Vier Mitglieder der Umweltschutzorganisation seilten sich vom Stadiondach ab und breiteten ein 28 Meter breites gelbes Transparant aus.

«GAZPROM DON'T FOUL THE ARCTIC» war darauf zu lesen. Mit der Aktion wollte Greenpeace gemäss eigenen Angaben Millionen-TV-Publikum gegen die Öl-Bohr-Pläne des russischen Gas- und Erdöl-Multis Gazprom in der Arktis protestieren. Zudem forderte die Organisation die Freilassung von 30 in Russland inhaftierten Aktivisten und Aktivistinnen, darunter einem Schweizer.

Kurzer Polizeieinsatz

Die Polizei hielt zudem vor und während des Fussballspiels weitere zehn Personen fest, weil sie an Auseinandersetzungen beteiligt waren. Gegen Mitternacht überprüfte sie zudem gegen 40 Schalke-Anhänger, die sie zuvor über längere Zeit beobachtet hatte.

Vor dem Spiel hatte die Polizei vor dem Stadion in einem kurzen Einsatz Gummischrot und Reizstoff eingesetzt, um eine sich anbahnende Auseinandersetzung von Fan-Gruppen zu verhindern. Drei Personen brachte die Sanität danach ins Spital. Dem Einsatz vorausgegangen war ein von der Polizei begleiteter Marsch von rund 700 Schalke-Fans von der Basler Innenstadt zum Stadion.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch