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Greenpeace warnt vor Ölpest in Mallorca

Nach dem Brand einer Fähre vor der spanischen Ferieninsel sei die Situation besorgniserregend.

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Gefahr für die Umwelt: Eine Fähre steht vor Mallorca in Flammen. (28. April 2015)
Gefahr für die Umwelt: Eine Fähre steht vor Mallorca in Flammen. (28. April 2015)
AP Photo/Wikano Agency via APTN, Keystone

Nach dem Brand auf einer Fähre in der Nähe der spanischen Ferieninsel Mallorca hat die Umweltorganisation Greenpeace vor einer Ölpest gewarnt. Auch am späten Dienstagabend brannte das Schiff nach wie vor und drohte unterzugehen.

Greenpeace erklärte, nach der erfolgreichen Rettung der Menschen müsse die Vermeidung einer Umweltverschmutzung höchste Priorität haben. Die Behörden müssten alle Mittel zur Löschung des Feuers einsetzen und das Schiff dringend in einen sicheren Hafen schleppen. Die Situation sei besorgniserregend.

Die spanische Meeresschutzgruppe Oceana gab an, der Unfallort sei wegen seiner Biodiversität mit Seerosen, Korallen und Seegraswiesen eines der ökologisch wichtigsten Gebiete des Mittelmeers.

156 Menschen gerettet

Auf der Fähre «Sorrento» war am Dienstagnachmittag nach gut zwei Stunden Fahrt ein Brand ausgebrochen, der sich rasch über das ganze Schiff ausbreitete. Rettungsschiffe und Helikopter sowie zwei Fähren, die sich in der Nähe befanden, eilten sofort zu Hilfe. Rettungskräfte brachten 156 Menschen in Sicherheit.

Ernsthaft verletzt wurde beim Unfall nach den zunächst vorliegenden Informationen niemand. Vier Besatzungsmitglieder erlitten jedoch Rauchvergiftungen und wurden mit Helikoptern nach Mallorca gebracht, wie die Hafenbehörde in Palma de Mallorca mitteilte.

Die Passagiere wurden zur Fähre «Puglia» gebracht. Sie trafen rund sieben Stunden nach Ausbruch des Feuers im Hafen von Palma ein. Dort wurden sie von Ärzten und Psychologen betreut und in Hotels der Insel gebracht.

Auf Parkdeck ausgebrochen

Das Schiff gehört der Reederei Grimaldi Lines in Neapel und war an die spanische Linie Acciona-Trasmediterranea ausgeliehen worden. Es verkehrte zwischen Palma und der ostspanischen Hafenstadt Valencia. Die Linie teilte mit, das Feuer sei aus noch unbekannter Ursache auf dem Parkdeck der Fähre ausgebrochen.

Acciona-Trasmediterranea bestätigte unterdessen, dass zum Zeitpunkt des Unfalls 156 Menschen an Bord der Fähre waren. Die geretteten Passagiere stammten aus insgesamt 13 Ländern. Die meisten von ihnen, 78, seien Lastwagen-Fahrer, hiess es. Zunächst war von rund 200 Geretteten die Rede gewesen.

(SDA)

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