Greta muss in überfülltem Zug am Boden sitzen

Nach monatelangem Reisen und zwei Atlantik-Überquerungen auf Segeljachten hat sich die Klimaaktivistin mit dem Zug auf die Heimreise gemacht. Nicht ohne Nebengeräusche.

Auf dem Boden eines ICE sitzend auf der Heimreise: Greta Thunberg. Bild: Twitter

Auf dem Boden eines ICE sitzend auf der Heimreise: Greta Thunberg. Bild: Twitter

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Noch bevor in Madrid die Vertreter von fast 200 Ländern an der UNO-Klimakonferenz zu einem Minimal-Ergebnis gekommen sind, hat die schwedische Klimaaktivisten Greta Thunberg ihre Heimreise angetreten. Bereits am Samstagabend hatte die 16-Jährige den Mangel an Fortschritten scharf kritisiert. Es sehe so aus, als würde die Konferenz gerade scheitern, twitterte sie.

Und: Sie sei «in überfüllten Zügen durch Deutschland» unterwegs, schrieb sie kurze Zeit später. Dazu postete die Schwedin ein Foto, das sie mit viel Gepäck auf dem Boden eines ICE zeigt. Thunberg war nach monatelangem Reisen und zwei Atlantik- Überquerungen auf Segeljachten – und der Ernennung zur Person des Jahres durch das renommierte US-Magazin Time – «endlich» auf dem Heimweg.

Auf Twitter reagierten viele Nutzer amüsiert – denn Spott über die Bahn, Zugverspätungen und überfüllte Züge gibt es in Deutschland viel. «Stell dich auf Verzögerungen ein», warnte jemand. Aber auch die Deutsche Bahn meldete sich mit einem zweiteiligen Tweet: «Liebe #Greta, danke, dass Du uns Eisenbahner im Kampf gegen den Klimawandel unterstützt! Wir haben uns gefreut, dass Du am Samstag mit uns im ICE 74 unterwegs warst. Und das mit 100 Prozent Ökostrom», beginnt die Nachricht.

Und dann: «Noch schöner wäre es gewesen, wenn Du zusätzlich auch berichtet hättest, wie freundlich und kompetent Du von unserem Team an Deinem Sitzplatz in der Ersten Klasse betreut worden bist», antworteten die Social-Media-Verantwortlichen kritisch.

Gretas Antwort liess nich lange auf sich warten. Sie sehe überhaupt kein Problem darin, dass sie – ab Basel – auf dem Boden habe sitzen müssen. Im Gegenteil: Volle Züge seien ein grossartiges Zeichen, so Thunberg.

Mit Material von SDA und Reuters.

Erstellt: 15.12.2019, 16:52 Uhr

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