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Botschafter-Gattin lässt ihren Mann ermorden

Die Leiche des griechischen Botschafters in Brasilien wurde in einem ausgebrannten Mietauto gefunden. Die Polizei nahm die Frau des Diplomaten sowie deren Liebhaber fest.

Soll den Mord geplant haben: Francoise Amiridis, die Ehefrau des griechischen Botschafters in Brasilien, wurde verhaftet. (30. Dezember 2016)
Soll den Mord geplant haben: Francoise Amiridis, die Ehefrau des griechischen Botschafters in Brasilien, wurde verhaftet. (30. Dezember 2016)
Fabiano Rocha/AP, Keystone
Das Mordopfer: Kyriakos Amiridis (m.) bei einer Regierungszeremonie im Mai 2016 in Brasilia.
Das Mordopfer: Kyriakos Amiridis (m.) bei einer Regierungszeremonie im Mai 2016 in Brasilia.
Marcos Correa/AP, Keystone
Am 25. Mai 2016 empfing der brasilianische Präsident Michel Temer (l.) den inzwischen verstorbenen Kyriakos Amiridis in Brasilia.
Am 25. Mai 2016 empfing der brasilianische Präsident Michel Temer (l.) den inzwischen verstorbenen Kyriakos Amiridis in Brasilia.
Beto Barata/AP, Keystone
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Der als vermisst gemeldete griechische Botschafter in Brasilien ist laut Polizei vom Liebhaber seiner Ehefrau getötet worden. Kyriakos Amiridis sei bereits am Montag in einem Vorort von Rio de Janeiro ermordet worden, teilte die Mordkommission am Freitag mit. Die 40 Jahre alte Ehefrau habe das Verbrechen geplant, ihr 29 Jahre alter Liebhaber, ein Militärpolizist, habe die Tat gestanden. Beide seien festgenommen worden.

Amiridis verkohlte Leiche war laut Polizei am Donnerstag in Rio in einem ausgebrannten Mietwagen gefunden worden, einen Tag nachdem ihn seine Ehefrau als vermisst gemeldet hatte.

Cousin des Liebhabers ebenfalls verhaftet

Die Ehefrau des Diplomaten und der Militärpolizist seien wegen Mordes festgenommen worden, sagte der Chef der Mordkommission, Evaristo Pontes Magalhaes, vor Journalisten. Beide hätten eine Affäre gestanden.

Ausser ihnen sei der 24 Jahre alte Cousin des Polizisten festgenommen worden, der mutmasslich an der Planung der Tat beteiligt gewesen sei. Die Ehefrau habe ihm offenbar 80.000 Reales (rund 23.000 Schweizer Franken) für seine Mithilfe versprochen. Nach Angaben der Mordkommission sagte die Ehefrau aus, von dem Verbrechen gewusst zu haben, jedoch nicht selbst daran beteiligt gewesen zu sein.

Frau verstrickte sich in Widersprüche

Der 59-jährige Botschafter Amiridis war nach Polizeiangaben zuletzt am Abend des 26. Dezember bei Rio de Janeiro gesehen worden. Seine Frau meldete ihn am Mittwoch als vermisst, weil er nicht in die gemeinsame Ferienwohnung in Nova Iguaçu nördlich von Rio zurückgekehrt sei, wo das Paar zusammen mit seiner zehnjährigen Tochter Urlaub machte.

Laut Polizei verstrickte sich die Frau jedoch in Widersprüche. Zweifel an ihrer Version verstärkten sich, nachdem die völlig verbrannte Leiche des Botschafters in dem Wagen unter eine Brücke gefunden wurde. Daraufhin wurde die Ehefrau erneut befragt und der Polizist festgenommen.

Blutspuren auf Sofa

In dem Apartment des Diplomatenpaares wurden laut Polizei Blutspuren auf einem Sofa gefunden, was die Ermittler darauf schliessen liess, dass er dort getötet wurde und seine Leiche dann mit dem Auto weggebracht wurde. Den Polizeiangaben zufolge wehrte sich der Botschafter, bevor er getötet wurde.

Amiridis war erst seit diesem Jahr griechischer Botschafter in Brasilien. Zuvor arbeitete er von 2012 bis 2016 als Diplomat in Libyen. Von 2001 bis 2004 war er Generalkonsul in Rio de Janeiro.

AFP/chi

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