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Grösster Schweizer Mafia-Prozess beginnt mit einer Panne

Seit über 13 Jahren wird daran gearbeitet, jetzt sollen zwei ausländische verdeckte Ermittler im Fall Quatur aussagen – völlig anonym. Das passt dem Bundesstrafgericht gar nicht.

Seine Anklageschrift wurde zweimal zurückgewiesen: Michael Lauber ist der dritte Bundesanwalt, der an dem Fall Quatur arbeitet.
Seine Anklageschrift wurde zweimal zurückgewiesen: Michael Lauber ist der dritte Bundesanwalt, der an dem Fall Quatur arbeitet.
Keystone

Nach 13 Jahren Ermittlungen und unzähligen Pannen der Bundesanwaltschaft (BA) startet am nächsten Dienstag der bislang grösste Mafia-Prozess der Schweiz – und dies gleich mit einer weiteren Niederlage für die Ankläger.

Eigentlich hätte vor zwei Tagen im Vorfeld der offiziellen Gerichtsverhandlung ein verdeckter Ermittler befragt werden sollen – nächste Woche wäre ein zweiter V-Mann an die Reihe gekommen. Sie sind die Hauptzeugen der Anklage. Die V-Männer sollten per Video-Schaltung an einem geheim gehaltenen Ort aussagen – mit verzerrter Stimme und maskierten Gesichtern. Selbst das Gericht sollte nicht ­erfahren, wer die Männer sind. So der Plan der Bundeskriminal­polizei und der BA.

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