Zum Hauptinhalt springen

Helikopter stürzt in East-River – Pilot einst als Held gefeiert

Bei einem Helikopterabsturz in New York kam eine Frau ums Leben. Der Pilot der Unglücksmaschine machte sich einst mit einer spektakulären Rettungsaktion einen Namen.

Opfer stammt vermutlich aus Grossbritanien: Sicherhitskräfte bergen die Unglücksmaschine aus dem East River.
Opfer stammt vermutlich aus Grossbritanien: Sicherhitskräfte bergen die Unglücksmaschine aus dem East River.
Reuters

Beim Absturz eines Helikopters in New York ist gestern eine Touristin getötet worden. Die drei anderen Passagiere und der Pilot hätten aus dem East River gerettet werden können, teilte der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg mit.

Die drei Passagiere, darunter zwei Frauen, seien ins Spital gebracht worden, der Pilot sei unverletzt. Der fünfte vermisste Passagier, eine Frau, wurde nach Angaben der «New York Times» später von Tauchern in dem gesunkenen Helikopter entdeckt. An der Stelle ist das Wasser etwa 15 Meter tief.

Berichte, wonach es sich bei den Passagieren um eine Familie aus Grossbritannien handelte, wollte Bloomberg nicht bestätigen. Der Pilot der Unglücksmaschine, Paul Dudley, war bekannt geworden, nachdem es ihm 2006 gelungen war, nach einem Motorproblem mit einer Cessna in einem Park im New Yorker Stadtteil Brooklyn notzulanden.

Absturzursache unbekannt

Warum die Bell 206 gleich nach dem Start in den Fluss stürzte, war zunächst unklar. Augenzeugen berichten, die Maschine sei ausser Kontrolle geraten und in der Nähe des Startplatzes abgesackt.

Der private Hubschrauber war an der 34. Strasse, also auf Höhe des Empire State Building, am Flussufer gestartet. Die Retter waren rasch zur Stelle und konnten mit Schlauchbooten die vier Menschen aufnehmen.

Heliabstürze in New York keine Seltenheit

In New York sind ständig Dutzende Helikopter von Polizei, Kamerateams oder als Lufttaxis unterwegs. Zudem hebt alle paar Minuten ein Helikopter an der Südspitze Manhattans oder in Midtown mit Touristen an Bord zum Rundflug ab.

Immer wieder gibt es Unglücke. Vor sechs Jahren stürzte schon einmal eine Bell 206 in den East River, alle sieben Menschen an Bord wurden gerettet. Das schwerste Unglück ereignete sich im August 2009, als ein Helikopter und ein Flugzeug zusammenstiessen. Alle acht Insassen starben.

Die «Ranger» genannte Bell 206 und ihre zahlreichen Abwandlungen und Nachfolger (»Jet Ranger», «Long Ranger») gelten als erfolgreichste Helikopterfamilie der Zivilluftfahrt. Das Modell wird im nächsten Jahr 50 Jahre alt.

dapd/767/rt

dapd/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch