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Historischer Drogen-Coup in Paraguay

Es ist die grösste Drogenbeschlagnahmung der Geschichte Paraguays: Im Norden des Landes stellte die Polizei fast zwei Tonnen Kokain sicher – ein wichtiger Erfolg für den umstrittenen Präsidenten Horacio Cartes.

Stammt aus Peru oder Bolivien: Das beschlagnahmte Kokain wird in Asunción präsentiert. (23. August 2013)
Stammt aus Peru oder Bolivien: Das beschlagnahmte Kokain wird in Asunción präsentiert. (23. August 2013)
Keystone

Paraguayische Drogenfahnder haben im Norden des Landes nahe der brasilianischen Grenze fast zwei Tonnen Kokain beschlagnahmt. Eine Tonne des Rauschgifts sei auf einer Ranch im Staat Presidente Hayes sichergestellt worden, weitere 800 Kilogramm im Staat Concepcion, teilte der Chef der Drogenfahnder, Luis Rojas, am Freitag mit. Das Kokain stamme vermutlich aus Peru oder Bolivien. Fünf Paraguayer seien bei der Aktion am Donnerstag verhaftet worden.

Der neue Präsident des südamerikanischen Landes, Horacio Cartes, hatte Rojas vergangene Woche zum obersten Drogenfahnder ernannt. Cartes ist mit Unternehmen reich geworden, die Wirtschaftsbereiche wie Banken und Tabak in dem Land dominieren. Es gibt aber auch Vorwürfe, er habe sein Vermögen auch mit Drogen- und Zigarettenschmuggel sowie Geldwäsche gemacht. Sie stammen aus einer diplomatischen Depesche des US-Aussenministeriums, die 2010 von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlicht wurde. Cartes hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Gegen einen Onkel von ihm, Juan Viveros Cartes, laufen allerdings Ermittlungen wegen Drogenschmuggels. Cartes hat die Polizei angewiesen, seinen Onkel wie jeden andern Verdächtigen zu behandeln.

SDA/fko

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