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Höchster Berg der Welt wird neu vermessen

Ist der Mount Everest immer noch 8848 Meter hoch? Nepals Regierung reagiert auf das hartnäckige Gerücht, der Berg im Himalaja sei geschrumpft.

8848 Meter machen den Mount Everest zum grössten Berg der Welt: Die Höhenangabe von 1954 ist weiterhin die gebräuchlichste. (Archiv)
8848 Meter machen den Mount Everest zum grössten Berg der Welt: Die Höhenangabe von 1954 ist weiterhin die gebräuchlichste. (Archiv)
Tashi Sherpa, Keystone

Der höchste Berg der Welt wird neu vermessen. Wie die nepalesischen Behörden am Montag mitteilten, soll mit der Vermessung des Mount Everest fortdauernden Gerüchten entgegengewirkt werden, der Berg im Himalaya-Gebirge sei geschrumpft. Von der Regierung in Kathmandu bestellte Bergsteiger sollen die Vermessung vornehmen.

Offiziell ist der Mount Everest 8848 Meter hoch. Diese Angabe geht auf eine indische Messung aus dem Jahr 1954 zurück. Danach vermassen zahlreiche weitere Teams den Berg. Laut einer US-Messung von 1999, bei der GPS-Technologie zum Einsatz kam, ist der Mount Everest gar 8850 Meter hoch. Die Höhenangabe von 1954 ist aber weiterhin die gebräuchlichste.

Erste eigene Vermessung

Nach einem schweren Erdbeben in Nepal im Jahr 2015 war aber eine Kontroverse darüber entbrannt, ob die Erschütterungen den Berg haben schrumpfen lassen. Die nepalesischen Behörden hatten daher bereits 2017 die Vorbereitung einer Expedition in die Wege geleitet.

Vier staatliche Landvermesser tüftelten zwei Jahre an ihren Messmethoden und trainierten für die extremen Herausforderungen bei der Besteigung des Mount Everest.

«Es wird nicht einfach werden, auf diesem Terrain zu arbeiten, aber wir sind zuversichtlich, dass unsere Mission erfolgreich sein wird», sagte Expeditionsleiter und Chef-Vermesser Khim Lal Gautam.

Khim Lal Gautam überprüft am 8. April 2019 in Kathmandu das Equipment, bevor es zur Vermessung-Expedition losgeht. (AFP/Prakash Mathema)
Khim Lal Gautam überprüft am 8. April 2019 in Kathmandu das Equipment, bevor es zur Vermessung-Expedition losgeht. (AFP/Prakash Mathema)

Die Expedition gibt dem armen Nepal auch die Gelegenheit, erstmals eine eigene Vermessung des Berges vorzunehmen, für den das Land berühmt ist.

SDA/sep

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