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«Hört auf, den Menschen den Glauben aufzwingen zu wollen!»

Ein Muslim appelliert auf Facebook an die Migranten in Deutschland. Sein Aufruf verbreitet sich viral.

Erhält auf seinen Facebook-Post viele Rückmeldungen: Ein Profilbild von Tarek Moamad.
Erhält auf seinen Facebook-Post viele Rückmeldungen: Ein Profilbild von Tarek Moamad.
Facebook

Vor seinem Appell auf Facebook als Reaktion auf den Amoklauf von München war Tarek Mohamad unbekannt. Das hat sich nun schlagartig geändert. Denn er spricht in der Botschaft an seine muslimischen Glaubensbrüder anscheinend vielen aus der Seele. Bis heute um 9.30 Uhr wurde der Beitrag über 47'000-mal geteilt und über 87'000-mal gelikt.

«Mir liegt etwas Grosses am Herzen. Ich habe lange genug die Klappe gehalten.» Mit diesen Worten beginnt Mohamad, der offenbar selbst Muslim ist, seinen Beitrag. Auf Facebook sehe er, wie Personen gegen andere – Türken, Kurden, Homosexuelle – hetzen. Oder wie sie Salafisten und dem IS Zuspruch geben. Er stellt klar: «Ich will nicht Europa einnehmen!» Er wolle in Frieden mit seinen türkischen, deutschen, kurdischen und jüdischen Brüdern und Schwestern leben.

«Ist das der wahre Islam?»

Er appelliert an die Migranten: «Hört auf, kriminelle Sachen zu machen! Hört auf, die Frauen hier als Schlampen zu betrachten! Hört auf, den Menschen den Glauben aufzwingen zu wollen! Lebt den Islam selbst friedlich.» Die Personen in Deutschland müssten respektiert werden.

Mohamad schreibt nicht, aus welchem Land er stammt. Er vergleicht seine Landsleute mit den Chinesen. «Noch nie habe ich irgendetwas Negatives von denen gehört!» Von seinen Landsleute schon: «In jeder Stadt haben sie mittlerweile Clans, mafiaähnliche Strukturen und die Puffs in ihrer Hand! Ist das der wahre Islam, frage ich euch?»

«Morgen können die Toten eure Freunde und Familie sein»

«Ich möchte, dass die Moslems, die Deutschen und alle anderen Nationen gegen die Bastarde von Salafisten, IS Kämpfern, Amok-Läufern und Nazis Hand in Hand (...) aufstehen», heisst es im Kommentar weiter.

Lange genug sei geschwiegen worden. «Was passiert, wenn man schweigt, zeigt Würzburg, und heute München. Morgen können die Toten eure Freunde und Familie sein.»

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