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Holzfloss auf dem Thunersee: War es ein Abschiedsritual?

Vier Tage nach dem Fund eines Holzflosses am Ufer des Thunersees in Unterseen ist bei der Kantonspolizei Bern ein anonymes Schreiben eingegangen.

Die Polizei suchte auch am Montag in der Weissenau im Thunersee nach Hinweisen auf das mysteriöse Floss.
Die Polizei suchte auch am Montag in der Weissenau im Thunersee nach Hinweisen auf das mysteriöse Floss.
Fabian von Allmen
Taucher suchen in Neuhaus bei Untersee nach Hinweisen auf das mysteriöse Floss.
Taucher suchen in Neuhaus bei Untersee nach Hinweisen auf das mysteriöse Floss.
Fabian von Allmen
Auf dem Floss befanden sich ausserdem ein hellblau-weisser Kindernuggi, eine pinkfarbene Stablampe der Marke Varta und eine Euro-Maus, eine Handpuppe aus Plüsch aus dem Europapark.
Auf dem Floss befanden sich ausserdem ein hellblau-weisser Kindernuggi, eine pinkfarbene Stablampe der Marke Varta und eine Euro-Maus, eine Handpuppe aus Plüsch aus dem Europapark.
zvg
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In dem Schreiben wird erklärt, dass das Floss bei einem Abschiedsritual zu Wasser gebracht worden sei. Das Holzfloss war am vergangenen Freitag entdeckt worden. Es besteht aus mehreren zusammengebundenen Tannästen und ist rund 90 x 70 Zentimeter gross. Der Mast ist mit einer Kinderschürze als «Segel» versehen. Auf diesem ist von Hand eine Abschiedsbotschaft geschrieben.

Auf dem Floss befanden sich ausserdem ein hellblau-weisser Kindernuggi, eine pinkfarbene Stablampe und eine Euro-Maus, eine Handpuppe aus Plüsch aus dem Europapark.

Suche am Dienstag weiter ohne Resultat

Auch am Dienstag wurden die umfangreichen Suchaktionen und Ermittlungen weitergeführt, wie die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland und die Kantonspolizei Bern mitteilten. Im Einsatz standen insgesamt mehr als 20 Mitarbeitende verschiedener Bereiche, darunter auch der Seepolizei. Die Suche blieb ergebnislos.

Gleichentags ging bei der Polizei das anonyme Schreiben ein. Darin erklärte eine unbekannte Person, sie habe das Floss im Rahmen eines Abschiedsrituals gebaut und zu Wasser gebracht. Sie entschuldigte sich für den dadurch entstandenen grossen Aufwand.

Dennoch bleiben auch nach dem Eingang dieses Schreibens Fragen offen. Die Kantonspolizei Bern bittet deshalb die Autorin oder den Autor, sich persönlich zu melden.

Ein Verbrechen nicht auszuschliessen

Vor dem tragischen Hintergrund des Schreibens und davon ausgehend, dass sich dies wie beschrieben zugetragen hat, habe diese Person mit keinen Konsequenzen oder Kostenfolgen zu rechnen, wird im Communiqué versichert. Selbstverständlich würden sämtliche Angaben seitens der Polizei vertraulich behandelt.

Solange sich die Person nicht gemeldet habe, so heisst es darin weiter, müssten die Ermittlungen und Suchaktionen weitergeführt werden, da ein Verbrechen nicht ausgeschlossen werden könne. Auch weitere Personen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Bern in Thun zu melden.

SDA/raa

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