«Ich rief nach Carla. Es kam keine Antwort»

Beim Vierfachmord von Rupperswil will die Polizei heute über neue Erkenntnisse informieren. Nun äussert sich der Vater von Carla S. zu der Bluttat.

Nur Stunden bevor sie ermordet wurde, hob Carla S. in einer Bank einen höheren Geldbetrag ab (21. Dezember 2015).

Nur Stunden bevor sie ermordet wurde, hob Carla S. in einer Bank einen höheren Geldbetrag ab (21. Dezember 2015). Bild: Staatsanwaltschaft Aargau/Keystone

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Bisher hat das engste Umfeld der vier Opfer von Rupperswil zu den Taten geschwiegen. Mit dem «Blick» sprach nun der Vater von Carla S., Georges F., über den Verlust seiner Tochter und über die Ermittlungen.

Es gehe ihm nicht gut, sagt er der Zeitung. «Ich, meine Frau und mein Sohn werden jeden Tag daran erinnert, wenn wir aufstehen. Der Schmerz ist unerträglich.» Seine Familie möchte irgendwann mit der Tat abschliessen können. «Auch wenn wir die Tat sicher bis ans Ende unseres Lebens in uns tragen werden.»

«Es kam keine Antwort»

Georges F. und seine Frau waren am 21. Dezember 2015 die Ersten am Tatort. Sie hätten Geschenke vorbeibringen wollen. Als sie beim Haus ankamen, habe eine Nachbarin bereits den Rauch bemerkt. Der Vater von Carla und die Nachbarin seien dann hineingegangen. «Ich rief nach Carla. Es kam keine Antwort.» Er habe dann wegen des Rauchs umkehren müssen.

Was er gesehen habe, dürfe er nicht sagen. Aber er habe zum Glück keine Opfer gesehen. Im Interview beschreibt er den Moment, als er erfahren habe, dass alle tot seien. «Das war ein Stich ins Herz.» Sie hätten Polizeischutz erhalten, da man nicht gewusst habe, ob sie auch in Gefahr seien.

«Wir haben ein Redeverbot»

Bezüglich des Motivs oder der Täter habe er keine Ahnung, es sei ein grosses Rätsel. Es habe viel Spekulationen gegeben, bei denen nicht alles stimme. Was nicht stimme, dürfe er nicht sagen. «Wir haben dazu alle ein Redeverbot, damit die Ermittlungen nicht behindert werden.»

Übernommen und gekürzt von «20 Minuten».

(mch)

Erstellt: 13.05.2016, 11:07 Uhr

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