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«Ich würde wieder so handeln»

Der 23-jährige Moritz Rüegger verletzte sich beim Versuch, einen 17-jährigen vor einem heranfahrenden Zug zu retten, schwer. In einem Interview beschreibt er noch einmal die tragischen Momente.

Gezeichnet: Der 23-jährige Helfer Moritz Rüegger im Kantonsspital Aarau.
Gezeichnet: Der 23-jährige Helfer Moritz Rüegger im Kantonsspital Aarau.
«Schweiz Aktuell», SF

«Ich habe ihn mit aller Kraft versucht wegzureissen. Es ist ein Schock, dass ich ihm nicht helfen konnten», beschreibt der 23-jährige Moritz Rüegger fünf Tage nach dem tragischen Zugunfall im Bahnhof Aarau seinen Gemütszustand gegenüber «Schweiz Aktuell».

In der Nacht des 8. Januars 2011 versuchte Rüegger einen 17-jährigen Jugendlichen vor einem heranfahrenden Zug in Sicherheit zu bringen. Die Hilfe kam zu spät. Der Jugendliche verstarb auf der Stelle, Rüegger erlitt bei der gescheiterten Rettungsaktion einen Schädelbruch. Der 23-Jährige wird zurzeit im Kantonsspital Aarau behandelt.

«Er wirkte verängstigt und verwirrt»

Laut der Polizei soll das 17-jährige Opfer betrunken gewesen sein. Moritz Rüegger sieht dies anders: «Er wirkte verängstigt und verwirrt.» Seiner Meinung nach sei das Opfer nicht betrunken gewesen. Rüeggers Freundin, Violetta Schär, hatte den Unfall mit eigenen Augen ansehen müssen. Auch für sie sei es ein Schock. Sie sei froh, dass ihrem Freund nicht mehr passiert sei.

Der Vater des Verstorbenen war inzwischen zu Besuch im Spital. «Er hat sich für das mutige und selbstlose Handeln bedankt», sagt Rüegger gegenüber «Schweiz Aktuell». Für den 23-jährigen Rüegger ist klar, dass er wieder gleich handeln würde: «Wenn jemand meine Hilfe benötigt, dann helfe ich gerne.» Auch wenn er dabei noch einmal sein Leben riskieren müsste.

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