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Sturm und Trockenheit fachen Waldbrände an

Die Feuerwehrleute konnten die Flammen bei Gordola TI in der Nacht nicht eingrenzen – im Gegenteil.

Zeitraffer: Der Brand am Monte Paglione. Video: Leserreporter

Die Einsatzkräfte sind in der Nacht auf heute an ihre Grenzen gekommen. Die Feuer konnten dabei nicht eingegrenzt werden, ganz im Gegenteil: Die Flammen haben sich gar weiter ausgebreitet.

Die Kantonspolizei fordert die Bewohner von Gordola TI weiterhin auf, ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten, wie Tio.ch berichtet. Nach einem kurzen Briefing wurden die Löschflüge heute Morgen um sieben Uhr wieder aufgenommen. Man rechnet wieder mit erschwerten Bedingungen, die lang anhaltende Trockenheit sowie die starken Nordwinde erschwerten bereits in den letzten Tagen die Löscharbeiten.

Die Flammen haben sich in der Nacht auf heute ausgebreitet.
Die Flammen haben sich in der Nacht auf heute ausgebreitet.
Leserreporter/ Tio.ch
Bewohner sollen Türen und Fenster geschlossen halten.
Bewohner sollen Türen und Fenster geschlossen halten.
Leserreporter/ Tio.ch
Helikopter beim Löscheinsatz.
Helikopter beim Löscheinsatz.
Leserreporter
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Im Tessin hat die Waldbrandgefahr gestern die höchste Warnstufe erreicht. Oberhalb von Gordola TI entfachte sich ein kleineres Feuer in einem Waldgebiet. Ein starker Sturm aus Norden stelle im Tessin derzeit eine «erhebliche Gefahr» dar, teilte ein Sprecher von MeteoSchweiz auf Anfrage mit. Der Nordföhn sei sehr trocken und erhöhe das Risiko für Waldbrände. In den tiefen und mittleren Lagen müsse mit Böen von 90 bis 110 Kilometern pro Stunde gerechnet werden.

Kleinerer Waldbrand im Tessin

Am späten Nachmittag ist ein kleinerer Brand oberhalb von Gordola TI ausgebrochen. Derzeit seien drei Löschhelikopter im Einsatz, darunter ein Super Puma der Armee, teilte ein Sprecher der Tessiner Kantonspolizei mit.

Am Wochenende hatte es bereits an zwei Stellen am Lago Maggiore gebrannt. Betroffen gewesen waren die Region Gambarogno und das italienische Val Cannobina, welches an Schweizer Staatsgebiet grenzt.

Seit gestern gilt im Tessin laut dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) die höchste Gefahrenstufe und in diesem Zusammenhang ein absolutes Feuerverbot im Freien – davon sind auch die Südbündner Täler betroffen. Im Raum Chur und im Bündner Münstertal ist die zweithöchste Warnstufe erreicht worden.

Rauch im blauen Himmel: «Auch oberhalb von Cannobio brennt der Wald», schreibt ein Leserreporter.
Rauch im blauen Himmel: «Auch oberhalb von Cannobio brennt der Wald», schreibt ein Leserreporter.
Leserreporter
Von Ascona aus ist die Rauchwolke gut sichtbar.
Von Ascona aus ist die Rauchwolke gut sichtbar.
Leserreporter
Die Feuerwehrleute sind ununterbrochen im Einsatz.
Die Feuerwehrleute sind ununterbrochen im Einsatz.
20 Minuti
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Laut einer Meldung von «20 Minuti» standen Samstag und Sonntag 17 Personen im Einsatz. Neben dem Super Puma würden auch drei zivile Helikopter gegen das Feuer eingesetzt, einer davon aus Italien.

Super Pumas bekämpfen die Waldbrände im Tessin. (17. April 2017) Video: Leserreporter

Wasser wird aus dem Lago Maggiore geholt. (17. April 2017) Video: Leserreporter

SDA/NXP

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