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Im Welschland entbrennt eine Debatte über die Todesstrafe

Welches Strafmass wird den Verbrechen von Wiederholungstätern gerecht? Vertreter der SVP fordern eine Diskussion über die Todesstrafe. Derweil haben sich auch die Eltern von Marie geäussert.

Der Mörder kommt beim Waadtländer Kantonsgericht an. (27. September 2018)
Der Mörder kommt beim Waadtländer Kantonsgericht an. (27. September 2018)
Laurent Gilliéron, Keystone
Bleibt lebenslang hinter Gittern: Der Angeklagte im Fall Marie, Claude D., neben Verteidigerin Yael Hayat. (7. März 2016)
Bleibt lebenslang hinter Gittern: Der Angeklagte im Fall Marie, Claude D., neben Verteidigerin Yael Hayat. (7. März 2016)
Frederic Bott, Keystone
Ist nicht mehr am Leben: Die entführte 19-jährige Marie.
Ist nicht mehr am Leben: Die entführte 19-jährige Marie.
Polizei VD
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Die Ermordung der 19-jährigen Marie durch den Wiederholungstäter Claude Dubois in der Nähe von Payerne VD bewegt schweizweit die Gemüter. Und in der Diskussion schwingt die Forderung nach einer angemessenen Strafe für den Täter mit. Doch welches Strafmass wird dem Fall gerecht? Im Welschland sehen einzelne SVP-Politiker – und zahlreiche Onlinekommentatoren – die Gerechtigkeit mit der Todesstrafe wiederhergestellt. «Unser System ist bei Wiederholungstätern wirkungslos. Das zeigt der aktuelle Fall nach der Ermordung von Lucie im Jahr 2009 erneut», sagt etwa der Walliser SVP-Gemeinderat Jean-Luc Addor gegenüber der Zeitung «Le Matin». Die Todesstrafe sei zwar problematisch wegen möglicher Justizfehler. Aber sie schütze die Gesellschaft wirkungsvoll vor dem Rückfallrisiko brutaler Täter.

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