Zum Hauptinhalt springen

Immer weniger Bambini – Geburten sinken in Italien auf Rekordtief

Kinderlieb, aber kinderarm: Der Geburtenrückgang in Italien geht ungebremst weiter.

So wenige Geburten wie seit dem ersten Weltkrieg nicht mehr: Die Wirtschaftslage hat einen grossen Einfluss auf den Rückgang in Italien.
So wenige Geburten wie seit dem ersten Weltkrieg nicht mehr: Die Wirtschaftslage hat einen grossen Einfluss auf den Rückgang in Italien.
Keystone

Italien ist seit 2015 mit einem beispiellosen Geburtenrückgang konfrontiert. Im Vorjahr wurde ein neues Rekordtief erreicht: 439'000 Kinder kamen 2018 zur Welt, das sind fast 140'000 weniger als 2008, so das Statistikamts Istat. Damit kamen so wenige Kinder wie zuletzt im Ersten Weltkrieg zur Welt.

2015 war die Geburtenrate um zwei Prozent zurückgegangen. Damals sank die Zahl der Neugeborenen erstmals seit der italienischen Einheit 1861 auf 485'000 und unter eine halbe Million Geburten.

Jede italienische Frau bekommt im Durchschnitt 1,34 Kinder. Die in Italien lebenden Ausländerinnen haben im Durchschnitt 1,95 Kinder Bei der Geburt ihres ersten Kindes sind die Italienerinnen durchschnittlich 31,7 Jahre alt, wie Istat berichtete. Die Bevölkerung wird immer älter. 2,2 Millionen Italiener sind über 85 Jahre, sie machen 3,6 Prozent der Bevölkerung aus. Wegen der schwierigen Wirtschaftslage im Land bleiben immer mehr junge Erwachsene im Elternhaus. So leben 9,6 Millionen Italiener zwischen 20 und 34 Jahren noch bei den Eltern.

Wegen der rückgängigen Geburtenrate verringert sich die italienische Bevölkerung. 60,4 Millionen Einwohner leben in Italien, das sind 400'000 weniger als 2015. Die 5,2 Millionen Ausländer machen laut Istat-Angaben 8,7 Prozent der Bevölkerung aus. Die meisten stammen aus Rumänien, Albanien und Marokko.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch