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«In 30 Minuten holt man sich einen Sonnenbrand»

Der Frühling klopft an die Tür, es wird bedeutend wärmer. Die Sonnenstrahlen sind schon viel stärker, als viele denken.

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Endlich ist es wieder warm: Menschen in Zürich geniessen den Frühling. (Archiv)
Endlich ist es wieder warm: Menschen in Zürich geniessen den Frühling. (Archiv)
Alessandro Della Bella, Keystone

Ein Prachtwetter heute, Temperaturen bis zu 12 Grad oder sogar noch mehr – endlich wieder einmal, werden sich viele Menschen in diesem Land sagen. Die Lust, seinen Körper hingebungsvoll den warmen Sonnenstrahlen auszusetzen, ist verlockend. Doch aufgepasst: «Die Sonne hat bereits eine grosse Kraft, sie strahlt gleich stark wie Ende September. Je nach Hauttyp holt man sich innerhalb von 30 bis 90 Minuten einen Sonnenbrand», schreibt SRF auf seiner Website. Und ergänzt, dass im Frühling die Gefahr eines Sonnenbrands grösser sei, da sich die Haut zuerst wieder an kräftige Sonnenstrahlen gewöhnen müsse.

Dabei ist es verständlich, dass wir uns nach dem Winter – sofern er wirklich schon vorbei ist – wieder so richtig aufwärmen wollen. «Nur knapp die Hälfte der Schweizer hat Ende Winter genug Vitamin D im Blut. Das kann sich fatal auf die Gesundheit auswirken – speziell bei älteren Menschen, Kleinkindern und stillenden Müttern», erklärt Eugen Renz in der jüngsten Ausgabe des «Migros-Magazin». Der Spezialarzt für Innere Medizin in Wattwil rät aber bei längerem «Sünnelen» auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten, um einen Sonnenbrand und andere Folgen exzessiver Sonnenlichtexposition vorzubeugen.

Die Bedeutung von Vitamin D

Der Spezialarzt weist darauf hin, dass Vitamin D die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm und den Einbau in die Knochen fördert. «Vitamin D ist genau genommen ein Hormon, das vom Körper unter Einfluss von UVB-Licht über die Haut gebildet wird.» Das besagte Vitamin stärke auch die Muskelkraft, es fördere die Umsetzung der Nervenimpulse auf den Muskel. Beobachtungsstudien würden zudem darauf hinweisen, dass Menschen mit genügend Vitamin D ein geringeres Herzinfarktrisiko, weniger Bluthochdruck, weniger Krebs und weniger Infekte aufwiesen. Allerdings müssen diese Effekte noch endgültig bewiesen werden.

«Zwar speichert sich Vitamin D im Fettgewebe, trotzdem kommt es zu grossen jahreszeitlichen Schwankungen mit den niedrigsten Werten im Frühling», gibt Renz zu bedenken. Hier empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Folgendes: Man erreicht je nach Hauttyp und Tageszeit eine ausreichende Vitamin-D-Bildung, wenn man sich von Mitte März bis Mitte Oktober an sonnigen Tagen Arme, Hände und das Gesicht für 5 bis 20 Minuten (Sommer) beziehungsweise für 5 bis 30 Minuten (Herbst) der Sonne aussetzt. Das BAG empfiehlt, sich am Vor- oder Nachmittag statt am Mittag der Sonnenbestrahlung auszusetzen.

Selbst die gesunde Ernährung reicht nicht immer. Da die Fähigkeit der Haut zur Bildung von Vitamin D mit zunehmendem Alter nachlasse und Tagescremes mit Schutzfaktor ab 6 die hauteigenen Vitamin-D-Produktion deutlich verminderten, könne es insbesondere im Winter auch bei Nicht-Risikogruppen zu einer unzureichenden Vitamin-D-Versorgung kommen», erklärt Renz. Durch den Mehrverzehr von angereicherten Lebensmitteln oder Vitamin-D-Präparaten könne dies abgedeckt werden, sagt der Arzt.

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