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Indonesisches Gericht verurteilt britische Grossmutter zum Tode

Die Britin Lindsay Sandiford hatte 4,8 Kilogramm Kokain im Gepäck. Dafür wurde sie nun vom obersten Gerichtshof Indonesiens zum Tode verurteilt. Die Grossmutter sei Schlüsselfigur eines Schmugglerrings.

Sagt, sie sei zum Drogenschmuggel gezwungen worden: Die Britin Lindsay Sandiford. (22. Januar 2013)
Sagt, sie sei zum Drogenschmuggel gezwungen worden: Die Britin Lindsay Sandiford. (22. Januar 2013)
AFP

Der oberste Gerichtshof Indonesiens hat das Todesurteil gegen eine britische Grossmutter wegen Drogenschmuggels bestätigt. Der Berufungsantrag der 57-Jährigen sei zurückgewiesen worden, teilte der Vorsitzende Richter der zuständigen Kammer, Artidjo Alkostar, heute mit. Die Entscheidung der insgesamt drei Richter sei einstimmig gefallen. Das Gericht folgte damit der Vorinstanz, die bereits im April das von einem Bezirksgericht verhängte Todesurteil bestätigt hatte.

Die Britin Lindsay Sandiford war im Mai vergangenen Jahres auf dem internationalen Flughafen von Bali festgenommen worden. Sie hatte 4,8 Kilogramm Kokain im Wert von 1,85 Millionen Euro im Gepäck. Im anschliessenden Verfahren verhängte das Bezirksgericht der Insel-Hauptstadt Denpasar die Todesstrafe, obwohl die Anklage lediglich 15 Jahre Haft gefordert hatte.

Todesstrafe wird nur selten aufgehoben

Sandiford hatte angegeben, zum Transport der Drogen gezwungen worden zu sein. Die Sicherheit ihrer Kinder sei in Gefahr gewesen. Die Polizei hingegen vertrat die Auffassung, die Grossmutter sei Schlüsselfigur eines Drogenschmugglerrings.

Die indonesischen Drogengesetze gehören zu den strengsten weltweit, auch Ausländer werden immer wieder wegen Schmuggels angeklagt. Einmal zum Tode verurteilt, wird die Strafe nur selten wieder aufgehoben. Die meisten Verurteilten verbringen Jahre im Gefängnis, bevor sie dann irgendwann nachts an einen verlassenen Ort gebracht und dort erschossen werden.

SDA/rbi

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