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Influencerin zeigt eigenen Töffunfall – bloss eine Werbeaktion?

Tiffany Mitchell hat Bilder ihres Motorradunfalls auf Instagram verbreitet. Doch sie wirken wie gemalt, und eine Flasche ist prominent platziert.

red
Am Boden in Szene gesetzt? Tiffany Mitchell auf einem Bild der Serie zu ihrem Unfall. Bild: Instagram
Am Boden in Szene gesetzt? Tiffany Mitchell auf einem Bild der Serie zu ihrem Unfall. Bild: Instagram

US-Influencerin Tiffany Mitchell hat viel Unmut und Häme auf sich gezogen – mit einem Motorradunfall. Vor drei Wochen machte sie mit Freunden eine Töfftour durch Tennessee, rutschte gemäss eigenen Angaben in einer Kurve weg, krachte auf den Asphalt und blieb mit Schürfwunden geschockt liegen. Die anderen Fahrer kamen ihr zu Hilfe und versorgten sie mit Wasser. Doch damit nicht genug: Eine Freundin, die den Ausflug fotografisch dokumentiert hatte, machte weiterhin Bilder. Mitchell teilte sie danach mit ihren über 200'000 Followern auf Instagram.

Am Anfang erhielt sie viel Zuspruch, doch dann mischten sich immer mehr Skeptiker unter die Kommentarschreiber. Sie fragten, weshalb Mitchell die Bilder überhaupt veröffentliche und warum diese gestellt aussähen. Vor allem aber: Weshalb die Marke der Wasserflasche auf dem einen Bild so gut sichtbar sei. Eine Redaktorin von Buzzfeed nahm die Kritik auf und konfrontierte Mitchell damit. Diese liess daraufhin ihren Post verschwinden. Sie stritt vehement ab, die Bilder getürkt und Werbung für die Wassermarke gemacht zu haben. Die Flasche sei rein zufällig so prominent ins Bild geraten. Auch die Firma bestritt, eine geschäftliche Beziehung zu Mitchell zu unterhalten.

Freund bei Töffunfall verloren

In einem ausführlichen Post verwahrte sich die Influencerin gegen die Anschuldigungen und pries die «heilende» Kraft von Instagram. Sie habe vor drei Jahren ihren Freund bei einem Motorradunfall verloren und habe sich damals gefragt, ob es Sinn mache, jemals wieder auf ein Motorrad zu sitzen. Sie sei sehr bewegt gewesen, als sie erfahren habe, dass Bilder ihres Unfalls existieren. «Ich teilte sie auf meinem Feed mit Menschen, die seit Jahren mit mir auf einer Reise sind, weil ich wusste, dass sie verstehen würden, was sie mir bedeuten, und ich verstand, was sie für sie bedeuten.»

Die Kritiker konnte sie damit nicht besänftigen. Sie sind weiterhin der Meinung, Mitchell habe den Unfall gestellt. Die Verletzungen seien viel zu oberflächlich, wird unter anderem moniert.

Was vor drei Wochen genau passiert ist, lässt sich vorderhand nicht ermitteln. Klar scheint: In einem Business, in dem Aufmerksamkeit die Hauptwährung ist, wird es nicht der letzte gepostete Unfall sein.

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